Das Bille-Entlastungsprogramm

Symbolbild: Bille-Entlastungsprogramm

Die Bergedorfer Kanalisation arbeitet im innerstädtischen Bereich vorwiegend nach dem Mischsystem. In den Außenbezirken und auch im Stadtteil Lohbrügge herrscht dagegen das Trennsystem vor.

Mit dem Bille-Entlastungsprogramm verfolgt die HSE folgende Ziele:

  • Beseitigung von Engpässen und Geruchsbelästigungen.
  • Reduzierung der Belastung der Bergedorfer Stadtgewässer: Die Bille, der Schleusengraben und die Alte Brookwetterung sollen bei starken Regenfällen deutlich besser vor Mischwasserüberläufen geschützt werden.
  • Verringerung von Überflutungen durch Schachtüberstauungen. Die in Tiefpunkten liegenden Schachtdeckel wirken bei extremen Niederschlägen als Notventil.
  • Aufhebung der Bergedorfer Schächte: Über die sogenannten Bergedorfer Schächte läuft bei extremem Niederschlag Regenwasser in das Schmutzwassersiel – so wird das Regensiel entlastet, was Überschwemmungen vermeidet. Der Nachteil: Über den gleichen Weg kann auch Schmutzwasser in das Regensiel und in die Gewässer gelangen.

Folgende Maßnahmen sind bisher umgesetzt:

  • Der Neubau von vier größeren Mischwassersielen mit optimierten Gefälleverhältnissen sorgt für eine erheblich verbesserte Entwässerung des gesamten Einzugsgebietes. So ist die Kanalisation bei starken Regenfällen erheblich leistungsfähiger, was die Geruchsbildung aufgrund von Ablagerungen wirkungsvoll vermeidet.
  • 2002 wurden zwei Speichersiele fertig gestellt. Durch eine größere Dimensionierung konnte auf der Westseite des Schleusengrabens ein zusätzlicher Speicherraum von ca. 450 Kubikmetern geschaffen – und ein Mischwasserüberlauf in das Gewässer stillgelegt – werden.
  • Die "Bergedorfer Schächte" wurden aufgehoben.

Umsetzung bis 2011:

  • Bei starkem Regen sind die Kanalisation und auch das Pumpwerk "Curslacker Neuer Deich" häufig überlastet. Die Folge: Das Abwasser staut sich im Netz zurück und gelangt über Mischwasserüberläufe in die angrenzenden Gewässer. Das Pumpwerk wird außer Betrieb genommen, und der Nebensammler Bergedorf um 1,8 Kilometer verlängert. Das Bergedorfer Abwasser fließt dann direkt zum Klärwerksverbund Köhlbrandhöft/Dradenau, Mischwasserüberläufe können auf ein Minimum reduziert werden.

Die Gesamtinvestitionen werden sich auf 19 Millionen Euro belaufen.