Wasserversorgung von Gebäuden: Von der Straße bis unters Dach

Leitungen mit einem Durchmesser von 40 bis 100 Zentimetern transportieren das Trinkwasser in die Verbrauchsgebiete. Dort wird es über kleinere Versorgungsleitungen – meist acht und zehn Zentimeter im Durchmesser – im Verlauf der Straßen weiterverteilt. Jedes zu versorgende Grundstück erhält mindestens eine eigene Anschlussleitung (je wirtschaftliche Einheit), die über eine Anbohrschelle mit eingebautem Ventil mit der Versorgungsleitung verbunden ist.

Das Wasser fließt durch die Anschlussleitung zum Wasserzähler und von hieraus weiter in das zu versorgende Gebäude. Über Steigeleitungen und Stockwerksleitungen gelangt es zu den einzelnen Entnahmestellen (Küche, Bad, Toilette).

Um eine qualitativ und technisch einwandfreie Trinkwasserversorgung zu gewährleisten, dürfen im Versorgungsgebiet nur von HAMBURG WASSER zugelassene Fachfirmen Anschlussleitungen herstellen. Die Anlagen sind gemäß der geltenden technischen Regeln zu bauen. HAMBURG WASSER überwacht deren Einhaltung durch Stichproben.

Für die Qualität des Trinkwassers in der Hausinstallation ist der Anschlussnehmer – in der Regel der Hauseigentümer – verantwortlich.

Normalerweise lässt der Netzdruck das Wasser bis in die obersten Geschosse der üblichen Etagenhäuser (bis zu vier Stockwerke) steigen. Um Trinkwasser auch in die obersten Geschosse von Hochhäusern (mehr als vier Stockwerke) bringen zu können, sind Druckerhöhungsanlagen in den Gebäuden erforderlich.