Gewässerschutzprogramme

Symbolbild: Gewässerschutzprogramme

Saubere Gewässer sind die Lebensgrundlage von Menschen, Tieren und Pflanzen. Um das biologische Gleichgewicht nicht nachhaltig zu stören, reduziert HAMBURG WASSER daher seit Jahrzehnten kontinuierlich die Gewässerbelastung durch Rückhalt der Schadstoffe, die bei Regenwetter aus den Mischwassersielen in Hamburgs Gewässer überlaufen.

Vor diesem Hintergrund bauen wir bei der erforderlichen Erneuerung eines alten Sieles überall dort größere Querschnitte ein, wo erweiterter Stauraum im Kanal zu einer Verringerung der Überläufe und damit der Belastung angrenzender Gewässer führt. So werden im Siel gleichzeitig hydraulische und betriebliche Engpässe beseitigt und vor allem auch der Schutz der Anlieger gegen Straßen- und Kellerüberflutungen bei starkem Regen erhöht. Parallel zum baulichen Erneuerungsprogramm hat die HSE Gewässerschutzprogramme für Hamburgs Flüsse sowie deren Nebengewässer umgesetzt.

In den 1980er Jahren wurde das Alster-Entlastungsprogramm entwickelt, das 1997 abgeschossen wurde. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Alster ist heute wieder so sauber, dass darin unter hygienischen Gesichtspunkten bei Trockenwetter gebadet werden kann. Seit 2002 ist die Hamburger Binnenalster Schauplatz der ersten Triathlon-Disziplin Schwimmen, 2007 fand dort die Triathlon-Weltmeisterschaft statt. Die Internationale Triathlon Union lobt regelmäßig die Schwimmstrecke des Hamburg-City-Man!

1994 begann die Umsetzung des Elbe-Entlastungsprogramms. Hauptziel war die Reduzierung der Gewässerbelastung des Nordufers. Auch hier führten die Maßnahmen zum Erfolg. Heute ist das Nordufer der Elbe wieder eines der beliebtesten Naherholungsgebiete für Hamburger und Hamburg-Fans - und das nicht nur in den Sommermonaten. Viele neue Hotels, Restaurants und (Strand-)Bars sind daher entstanden.

Mit dem Bille-Entlastungsprogramm verfolgen wir mehrere Ziele: Reduzierung der Belastung der Bergedorfer Stadtgewässer, Beseitigung von Engpässen und Geruchsbelästigungen sowie Überflutungen durch Schachtüberstauungen.

Im Oktober 2011 wurden im Alten Elbpark die Arbeiten zum Innenstadt-Entlastungsprogramm aufgenommen. Ziel ist eine weitere Reduzierung von Mischwasserüberläufen in den Isebekkanal. Zusätzlich wird das Sielnetz durch das Innenstadt-Entlastungsprogramm strategisch sinnvoll ergänzt, um künftig noch flexibler auf schwankende Abwassermengen insbesondere nach Starkeregengüssen reagieren zu können. Nicht zuletzt schafft das Innenstadt-Entlastungsprogramm nach seiner Fertigstellung in 2015 die Voraussetzungen dafür, zwei mächtige Stammsiele des bestehenden Netzes - das Geest- und das Isebekstammsiel - sanieren zu können.