Wärme aus Abwasser

Symbolbild: Wärme aus Abwasser

Abwasserwärmeprojekt Hastedtstraße

Das Abwasser, das im Haushalt entsteht und ins Sielsystem fließt, enthält Wärme. In Harburg hat HAMBURG WASSER zusammen mit der Wohnungsbaugenosssenschaft Eisenbahnbauverein Harburg eG (EBV) ein Pilotprojekt verwirklicht, das diese Wärme nutzbar macht.

Mit Hilfe innovativer Erdgastechnologie durch Gas-Absorptions-Wärmepumpen, deren Einsatz die E.ON Hanse AG unterstützt hat, wird sie zurück ins Heizsystem geleitet. Das Projekt ermöglicht energieeffizientes Heizen, das die Umwelt entlastet, und wird daher von der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) gefördert.

Seit der Heizperiode 2009/2010 werden 107 Wohneinheiten in der Hastedtstraße mit Abwasserwärme versorgt; im 2. Bauabschnitt sollen 2010 noch einmal 108 Wohneinheiten hinzukommen. Die neue Anlage ist nicht nur umweltfreundlich, sondern auch lohnenswert für alle Bewohner. Dank der Wärmerückgewinnung können Heiz- und damit auch Nebenkosten reduziert werden, was den Mietern des EBV zugute kommt.

Schemazeichnung: Wärme aus AbwasserBild vergrößern
Schemazeichnung: Wärme aus Abwasser

Funktionsweise

Das Prinzip ist einfach: Zunächst wird ein Wärmetauscher in das Siel eingebaut. Fließt nun Abwasser darüber, überträgt er die Wärme, die noch darin enthalten ist, in einen Klarwasserkreislauf. So wird sie zum Heizungskeller tranportiert. Dort heben Wärmepumpen die Temperatur des Abwassers auf die Vorlauftemperatur der Heizung an und speisen die Wärme in das Heizsystem der Wohnhäuser ein. Auch die Warmwasserbereitung erfolgt über die Wärmepumpen. Auf diesem Wege unterstützt die Abwasserwärme den größten Teil des Wärmebedarfes in den Häusern. Ein zusätzlicher Brennwertkessel springt dann nur noch bei Bedarfsspitzen an.

Bisher waren die Wohnungen in der Hastedtstraße mit Elektroheizungen (Nachtspeicher) ausgestattet; das Warmwasser wurde durch Boiler bereitet. Dies beanspruchte sehr viel Energie. Im Vergleich dazu kann das neue System durch Nutzung der Abwasserwärme 75 Prozent Kohlendioxid vermeiden. Erreicht wird dies auch durch den Einsatz neuartiger Gas-Absorptions-Wärmepumpen.

Hier sehen Sie einen Film über das Projekt Hastedtstraße.

Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte untenstehender Informationsbroschüre.