Wasseraufbereitung: der Natur nachgebildet
Das von HAMBURG WASSER geförderte Grundwasser ist bereits in seinem Ausgangszustand frei von Schadstoffen. Wegen der aus dem Boden aufgenommenen Stoffe, insbesondere Eisen, Mangan, Kalk, Kohlensäure und in geringen Mengen Schwefelwasserstoff, muss das Grundwasser aber noch aufbereitet werden. So wirkt Kohlensäure beispielsweise aggressiv auf das Rohrnetz und führt zu Korrosion. Eisen und Mangan hingegen setzen sich an den Rohrleitungen ab. Schwefelwasserstoff ist wegen seines Geruchs und Geschmacks unerwünscht.
Der den natürlichen Reinigungsvorgängen nachgebildete Aufbereitungsprozess in den Wasserwerken beinhaltet zunächst eine Belüftungsstufe, in der das Wasser mit Sauerstoff angereichert wird. Dadurch verflüchtigen sich Kohlensäure und Schwefelwasserstoff. Im Wasser gelöstes Eisen und Mangan werden oxidiert und flocken aus. Die festen Flocken werden in großen Sandfiltern entfernt. Die Rückstände in den Filtern werden in regelmäßigen Abständen durch Spülung ausgetrieben. Bei Bedarf wird das aufbereitete Wasser mit Chlor oder Chlordioxid desinfiziert.
Das so gewonnene Trinkwasser fließt entweder direkt in das Verteilungsnetz oder zur Bevorratung und zum Ausgleich von Verbrauchsschwankungen in große Reinwasserbehälter.