Alt, aber bewährt: die offene Baugrube

Sie ist der Klassiker unter den Bauverfahren – die offene Baugrube. Ihr Prinzip wirkt auf Außenstehende simpel: Aufbuddeln, altes Rohr raus, neues Rohr rein, zubuddeln, fertig. Ganz so leicht geht es in der Praxis allerdings nicht. Denn neben der reinen Baustellenarbeit gibt es in einer Stadt wie Hamburg viele andere Belange zu beachten. Die des Auto- und öffentlichen Nahverkehrs zum Beispiel. Oder den Wunsch der Anlieger, vor Baulärm geschützt zu werden. Und nicht zuletzt gibt es jede Menge andere Leitungsträger, mit denen wir uns abstimmen, bevor wir loslegen. Diese notwendigen Planungs- und Abstimmungsarbeiten laufen im Hintergrund und beginnen häufig einige Monate, bevor der erste Bagger rollt.

Offene Baugruben kommen zur Anwendung, wenn die Rohre erneuert werden müssen und der Eingriff in die Oberflächen überschaubar ist oder eine geschlossene Bauweise nicht möglich ist. Außerdem trifft man sie im Grunde immer an, wenn Rohrbrüche behoben werden.

Die offene Bauweise ist der Klassiker schlechthin unter den Bauverfahren