Kundenbeirat

Bericht von der fünften Sitzung am 04.04.2019


Internationales Engagement von HAMBURG WASSER

Zu diesem Thema war Frau Gronemeyer, Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit GmbH (GIZ) aus Bonn per Skype zugeschaltet. In Ihrem Vortrag über die „Deutsche Entwicklungszusammenarbeit im Wassersektor und die Bedeutung von Partnerschaften“ informierte sie über die Arbeit der GIZ und gab eine Übersicht über das Engagement der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in Wassersektor.

Sie berichtete anschaulich über die Hausforderungen zum Erreichen der globalen Wasserziele und die Notwendigkeit von partnerschaftlicher Beteiligung von Zivil-, Privatgesellschaft und Kommunalunternehmen u.a. am Beispiel der niederländischen Betreiberpartnerschaften. Als gemeinnütziges Bundesunternehmen und Dienstleister der internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung und internationale Bildungsarbeit arbeitet die GIZ für ihre Auftraggeber und gemeinsam mit ihren Partnern in rd. 120 Ländern an mehr als 1.500 laufenden Projekten und fördert u.a. vor Ort die internationale Bildungsarbeit und strategische Kompetenzentwicklung.

Rund 2,1 Mio. Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und ca. 4,5 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu adäquater Sanitärversorgung im Sinne der Agenda 2030 bzw. den Zielen 6.1 und 6.2 der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (UN SDG 6).

Mit den 17 festgeschriebenen Zielen für nachhaltige Entwicklung drückt die internationale Staatengemeinschaft in der Agenda 2030 ihre Überzeugung aus, dass sich die globalen Herausforderungen nur gemeinsam lösen lassen und schafft die Grundlage dafür. Sie wurde im September 2015 auf dem Gipfel der Vereinten Nationen von allen Mitgliedsstaaten verabschiedet.

Um diese Ziele zu erreichen, muss das Engagement im Wassersektor weltweit deutlich verstärkt werden. Neben Investitionen wird zunehmend die Bedeutung eines guten Betriebs und guter Instandhaltung von Anlagen der städtischen Daseinsvorsorge wahrgenommen und gefordert.

Deutschland übernimmt Verantwortung und eines der wichtigsten Instrumente, um die definierten Ziele zu erreichen, ist die Entwicklungszusammenarbeit. HAMBURG WASSER, als eines der größten Wasser- und Abwasserunternehmen Deutschlands, will zur Bewältigung dieser eher wachsenden Herausforderungen im Sinne der Agenda 2030 weiterhin beitragen. Zu den Werten von HAMBURG WASSER gehört u.a. Haltung zu zeigen, Verantwortung zu übernehmen und Know-how zu teilen.

Insofern stellt Herr Günner, Leiter Infrastrukturkoordination und Stadthydrologie von HAMBURG WASSER den Mitgliedern des Kundenbeirats die verschiedenen Formen des Internationalen Engagements von HAMBURG WASSER vor. Z.B. führt die HAMBURG WASSER-Tochter CONSULAQUA seit Jahrzehnten Beratungs- und Ingenieursdienstleistungen insbesondere im Nahen Osten, Nordafrika und Sub-Sahara-Afrika durch.

Zusammen mit anderen Wasserbetreibern in der German Water Partnership hat HAMBURG WASSER federführend das Konzept der deutschen Wasserbetreiberpartnerschaften vorangetrieben, dessen Finanzierung vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit aufgenommen wird und auf Basis dessen nun 4 internationale Betriebspartnerschaften zwischen kommunalen Wasserbetrieben in Deutschland und in Ländern der Entwicklungszusammenarbeit finanziert werden. HAMBURG WASSER wird als Partner das Wasserunternehmen von Amman in Jordanien unterstützen.

Um die Kundenkommunikation für das internationale Engagement von HAMBURG WASSER optimieren, zielgerichtet einsetzen und das Verständnis der Kunden für diese Maßnahmen besser erlangen zu können, formulierten die Mitglieder des Kundenbeirats in der anschließenden Gruppenarbeit zahlreiche Argumente, Aus der Sicht der Kundenkommunikation wägten sie das Für und Wider von Gründen, Themen und Formulierungen ab sowie Methodiken ab.

Die resultierenden Anregungen lieferten für die weitere Bearbeitung wertvolle Impulse.