Besondere Einblicke

Brunnenbaustelle in der Süderelbmarsch

Horizontalfilterbrunnen wie der HFB3 in der Süderelbmarsch sind echte Exoten. Statt in die Tiefe, gehen die Filtersträngen in die Breite. Bei HFB3 sind es acht. Der letzte Strang wird gerade eingebaut.

Es brummt, zischt und spritzt unten im Schacht. Rund 16 Meter geht der Blick vom Brunnenhäuschen mitten in der idyllischen Süderelbmarsch in die Tiefe, in die ein kleiner Aufzug führt. Unten wird gearbeitet: Mit einem Spezialbohrer treiben Experten hier seit Monaten acht unterirdische Filterstränge in die Fläche, rund 45 Meter sind sie lang, damit der HFB3 Ende des Jahres wieder ans Netz gehen kann. 

Seit 70 Jahren im Einsatz

HFB3 steht für Horizontalfilterbrunnen Nummer 3. Ein Exot: Denn im Gegensatz zu Vertikalfilterbrunnen, die senkrecht aus Tiefen von 20 bis zu 429 Meter fördern und deutlich häufiger gebaut werden, streckt HFB3 seine Fühler in die Breite aus. Und das seit genau 70 Jahren, 1951 war Grundsteinlegung in der Süderelbmarsch.

Wegen des natürlichen Alterungsprozesses müssen die Stränge regelmäßig erneuert werden Die erste Strangebene wurde in den 1950er-Jahren bei einer Tiefe von 18,90 Meter gelegt. In den 1970ern wurden die alten Stränge verfüllt und 50 Zentimeter höher neue Stränge gebohrt. Die neuen Stränge aus diesem Jahr liegen auf einer Höhe von 16 Metern.

Schematische Darstellung eines Horizontalfilterbrunnens

Einer von 460 Förderbrunnen

Von oben sieht der HFB3 aus wie eine Sonne: Die acht Stränge zeigen strahlenförmig unterirdisch in alle Richtungen. Ein großer Schacht im Zentrum verbindet die Filterrohre und sorgt für den Transport des Grundwassers ins Wasserwerk.

Wenn der Riese wieder ans Netz geht, versorgt er das Wasserwerk Süderelbmarsch – und damit die Marsch südlich der Elbe von Cranz und Neuenfelde im Westen bis Neuland im Osten. HFB3 ist einer von rund 460 Förderbrunnen, mit denen wir Grundwasser gewinnen, um es in einem von 17 Wasserwerken zu Trinkwasser aufzubereiten. Und das in gleichbleibend hoher Qualität. 

 

Wasseranalysen

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Zu den Analysen 

Ein Rohr fliegt in die Tiefe: Wenn die Arbeiten fertig sind, läuft wieder frisches Grundwasser in den Schacht

Typisch 1950er: Das Brunnengebäude von außen

Arbeit unter Tage: Die Stränge wurden mit einem Spezialbohrer erschlossen