Trinkwasseranschluss

Sie möchten in Hamburg neu bauen oder den vorhandenen Trinkwasserhausanschluss verändern?

  • Der Grundeigentümer stellt einen Antrag auf Trinkwasserversorgung bei der Hamburger Wasserwerke GmbH (HWW). Er hat im gleichem Zuge die Installateure der Außenanlage (Installateur der den Trinkwasserhausanschluss herstellt) und den Installateur der Innenanlage (Installateur der hinter der Wasserzähleranlage die Hausinstallation ausführt) zu benennen (siehe Besonderheiten bei einem Trinkwasserhausanschluss unter Punkt 1 u. 4). Für die Antragseinreichung müssen vorher alle Informationen eingeholt werden, z.B. Pläne, ggf. Kampfmittelfreiheit nur im Stadtgebiet der Freien- und Hansestadt Hamburg (FHH) für den öffentlichen Grund. Sollte das Ergebnis positiv ausfallen (d.h., es liegt ein Verdacht auf Kampfmittel vor) muss eine Sondierungsfirma beauftragt und von dieser Sondierungsfirma eine Auftragsbestätigung mit eingereicht werden. Es sind nur die kompletten Unterlagen für einen Trinkwasserhausanschluss, Sielanschluss oder ggf. beides zusammen, einzureichen.
  • Wünscht der Grundeigentümer für sein Bauobjekt eine wohnungsweise Abrechnung durch die HWW ist der Antrag auf Einzelabrechnung bei den HWW einzureichen. Dieser Antrag ist erst dann einzureichen, wenn es sich um einen Trinkwasserhausanschluss mit mindestens zwei Wohneinheiten handelt.
  • Der Grundeigentümer stellt einen vollständigen Antrag auf einen Trinkwasserhausanschluss in Papier oder per pdf an wasseranschluss(at)hamburgwasser.de
  • HAMBURG WASSER prüft den Antrag und verschickt eine Bestätigung per Mail.
  • Der Installateur der Außenanlage beauftragt eine Wegebaufirma mit den Erdarbeiten im öffentlichen Grund. Die HWW löst im Stadtgebiet Hamburg den Aufgrabeschein und versendet diesen per Mail an den Installateur der Außenanlage. Dieser prüft die Unterlagen noch einmal und stimmt die weiteren Termine mit dem zuständigen Rohrnetzbezirk ab.
  • Sollten Sie im Umland von der FHH bauen, ist von Ihnen zu klären, ob dort die HWW die Wasserlieferung leistet.
  • Mit dem Antrag auf einen Trinkwasserhausanschluss können sämtliche Varianten (Neuanschluss, Bauwasser, Wiederinbetriebnahme, Auswechslung und Umbau bzw. Sanierung) eingereicht werden.
  • Bei einer Kündigung (Beendigung der Grundstücksversorgung) ist das dementsprechende Formular auszufüllen und an die HWW in Papier oder als pdf zurückzusenden. Die HWW bauen den Hauptwasserzähler aus, schließen den Trinkwasserhausanschluss im öffentlichen Grund und trennen diesen zu gegebenen Anlass. Diese Leistungen der HWW sind für den Kunden kostenlos.
    Wird ein Anschluss für Bauwasser oder als Ersatz für einen bestehenden Anschluss hergestellt oder umgebaut, so werden die Kosten der Trennung des Bauwasseranschlusses bzw. alten Anschlusses, lt. jeweils gültigem Preiskatalog der HWW vom Grundeigentümer übernommen.
    Handelt es sich bei dem Objekt um eine wohnungsweise Abrechnung (Abrechnung durch die HWW mit den einzelnen Miet- oder Eigentümereinheiten) hat die Verwaltung dafür Sorge zu tragen, dass die Wohnungswasserzähler und die Kontrolleinrichtung (ehemaliger Hauptwasserzähler) durch einen bei den HWW gelisteten Installateur (siehe “Besonderheiten bei einem Trinkwasserhausanschluss“ Punkt 4) auszubauen, sowie bei den HWW abzugeben sind. Soll dieser Trinkwasserhausanschluss für Bauwasser oder als endgültiger Anschluss übernommen (behalten) werden, ist dementsprechend ein Antrag auf Wiederinbetriebnahme bei den HWW einzureichen.

Besonderheiten bei einem Trinkwasserhausanschluss

  • Im Versorgungsgebiet der HWW verrichtet der Installateur der Außenanlage sämtliche Arbeiten im öffentlichen und privaten Grund. Die HWW stellen nur die Ventilanbohrung an der Versorgungsleitung im öffentlichen Grund her. Die HWW verlegen keine Hausanschlussleitung bei einem Neuanschluss, weder im öffentlichen noch im privaten Grund. Hingegen bei der Antragseinreichung für eine Auswechslung (Erneuerung) der Hausanschlussleitung wechseln die HWW ggf. den Teil der Hausanschlussleitung im öffentlichen Grund für den Kunden kostenlos.
  • Es wurde festgestellt, dass Sie vor Ihrem Grundstück noch keine Versorgungsleitung der HWW liegt. In diesem Fall ist ein gesondertes Formular bei den HWW einzureichen. Nach Einreichung des Formulars mit den notwendigen Unterlagen und Daten, werden die HWW den Preis für die Ausdehnung bzw. Verlängerung der Versorgungsleitung ermitteln. Die HWW senden Ihnen danach eine Verpflichtungserklärung mit einem vorläufigen Preis für die Ausdehnung bzw. Verlängerung der Versorgungsleitung zu. Wird die Verpflichtungserklärung unterschrieben von Ihnen zurückgesandt, werden die HWW die neue Versorgungsleitung verlegen. Sie haben sich damit verpflichtet die Kosten zu übernehmen. Nach Fertigstellung der neuen Versorgungsleitung kann der Hausanschluss bei den HWW eingereicht werden. Außerdem wird der endgültige Preis für die Verlegung ermittelt und Ihnen mitgeteilt.
  • Der von Ihnen gewählte Installateur für die Außen- und/ oder Innenanlage muss bei der HWW gelistet sein. Einen zugelassenen Installateur können Sie über unsere Installateurssuche finden.

Kosten für einen Trinkwasserhausanschluss

  • Die Kosten für die Herstellung einer Ventilanbohrung oder eines Abzweiges mit den entsprechenden Zusatzschiebern können Sie aus unserer aktuellen Preisliste entnehmen.
  • Es kann zusätzlich noch ein Rohr- oder Baukostenzuschuss durch die HWW dem Grundeigentümer in Rechnung gestellt werden. Dieser Zuschuss wird durch die HWW in Rechnung gestellt, wenn das Grundstück noch keinen Trinkwasseranschluss hatte oder der Trinkwasserhausanschluss vor dem 20.10.1952 hergestellt wurde. Ob der beantragte Trinkwasserhausanschluss mit einem Rohr- oder Baukostenzuschuss in Rechnung stellt wird, wird durch die HWW erst ermittelt, wenn eine aktuelle Flurkarte mit den Antragsunterlagen eingereicht wird. 
  • Kostenaufstellung für einen Hausanschluss im Versorgungsgebiet der Hamburger Wasserwerke GmbH (Skizze)
     

Trinkwassermenge aus Hydranten (Feuerlöschbedarf)

Die HWW stellen Wasser nur für Trinkwasserzwecke zu Verfügung. Es ist aber möglich bei einem Brandfall eine gewisse Trinkwassermenge für den Feuerlöschbedarf aus den Hydranten im öffentlichen Grund zu entnehmen (Umkreis [Radius] von 300 Meter). Die Ermittlung dieser Trinkwassermenge wird durch die HWW mit 244 Euro netto + 19% MwSt in Rechnung gestellt. Für die Ermittlung der Trinkwassermenge ist die Anfrage über Wassermenge aus Hydranten im Versorgungsnetz der Hamburger Wasserwerke GmbH einzureichen.