Wasserwerk Haseldorfer Marsch

Wasserwerk Haseldorfer Marsch

Hauentwiete
22880 Wedel

Steckbrief

Brunnenfassungen
2 Fassungen; 3 Horizontalfilterbrunnen, 4 Flachbrunnen, 7 Tiefbrunnen bis 107 m Tiefe

Aufbereitung
Verdüsungsturm
Fließbettseparator
8 offene Oberfilter
8 offene Unterfilter

Speicherung
3 Trinkwasserbehälter mit 13.000 m³ Gesamtspeichervermögen

Tagesleistung
bis zu 18.000 m³

Jahresabgabe
bis zu 6,3 Mio. m³

Geschichte

Das 1960 in Betrieb genommene Grundwasserwerk Haseldorfer Marsch gewinnt sein Rohwasser aus drei Horizontalfilterbrunnen, vier Flach- und sieben Tiefbrunnen. Das aus Tiefen von 17 bis 107 Metern geförderte Grundwasser fließt zur Aufbereitung in zwei unterschiedliche Anlagen: die Flockung (2/3 des Rohwassers) und den Verdüsungsturm (1/3 des Rohwassers). In der Flockungsanlage wird die Härte reduziert und ein großer Teil des Eisens abgeschieden. Nach der Mischkammer, in der die Wässer aus der Flockungsanlage und dem Verdüsungsturm zusammenkommen, wird technischer Sauerstoff zugegeben. Im Anschluss erfolgt die Filtration in acht offenen Quarzsandfiltern, bevor in den acht Unterfiltern eine Nachentsäuerung stattfindet. Das aufbereitete Wasser wird in zwei Reinwasserbehältern mit einem Gesamtvolumen von 13.000 Kubikmetern gespeichert. Die Trinkwasserabgabe erfolgt über vier Reinwasserpumpen, die eine tägliche Dauerabgabe des Werkes von 15.000–18.000 Kubikmetern gewährleisten.

Seit 1999 ist für das Fördergebiet Haseldorfer Marsch ein Wasserschutzgebiet von rund 52 Quadratkilometern Fläche ausgewiesen.