Mikroplastik in Kosmetika

Mikroplastik in Duschgel und Shampoo: Wie man Zusätze erkennen kann

Tag für Tag gelangen überall auf der Welt winzige Plastikteile über den Abfluss in die Umwelt. Mikroplastik im Duschgel oder Shampoo zu vermeiden, ist aber gar nicht so schwer. Wir erklären, worauf es beim Kauf zu achten gilt. Auch Apps und Einkaufsratgeber unterstützen bei der Suche nach plastikfreien Alternativen.


panthermedia.net /matej kastelic

Wer die Regale der Drogerien durchforstet, wähnt sich schnell im Wellness-Tempel: Besonders „cremig“, „soft“, „smooth“, „sensitiv“, „mild“ oder „pflegend“ sollen die Produkte zu Haut und Haar sein. Solche Bezeichnungen sind jedoch oft ein Hinweis darauf, dass ein Duschgel und Shampoo winzige Plastikpartikel oder Kunststoffe enthält. Selbst in Produkten für Babys stecken oft Kunststoffe; das gilt sogar für manche Bio-Produkte. Sie sorgen dafür, dass sich auf der Haut ein Film bildet und sich das Gel besonders geschmeidig anfühlt. Das Problem: Kläranlagen können die Stoffe nicht vollständig herausfiltern. Im Klärwerk Hamburg fangen die feinsten Siebe nur die Plastikpartikel auf, die größer als drei Millimeter sind. Kleinere Teilchen gelangen – wenn sie sich nicht im Klärschlamm ablagern – mit dem gereinigten Abwasser in die Elbe und später ins Meer. Dort zerfällt das Plastik in immer kleinere Krümel. Einmal im Meer gelandet, lässt sich der Kunststoff praktisch nie wieder entfernen.

Kunststoff hat viele Namen

Wie lässt sich Mikroplastik auf der Verpackung erkennen? Umweltbewusste Verbraucher sollten immer dann hellhörig werden, wenn bei den Inhaltsstoffen Begriffe mit „Poly“ und „Nylon“ auftauchen. Der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz e. V.) hat eine Liste von Bezeichnungen veröffentlicht, an denen Verbraucher die häufigsten Plastikzusätze erkennen:

  • Polyethylen
  • Polyethylenterephthalat
  • Nylon-12
  • Nylon-6
  • Polyurethan
  • Acrylates Copolymer
  • Acrylates Crosspolymer
  • Polyacrylat
  • Polymethylmethacrylat
  • Polystyren

Orientierungshilfe Smartphone

Während des Einkaufs bieten Apps wie Codecheck (Android und Iphone) schnell Orientierung. Verbraucher scannen damit den Strichcode und können sich über die Inhaltsstoffe informieren, bevor das Produkt im Einkaufswagen landet. Die App verwendet unter anderem Daten des Magazins Ökotest, der Verbraucherzentrale und des BUND. Der BUND hat außerdem einen Einkaufsratgeber zusammengestellt, mit dem Verbraucher das heimische Badezimmer-Regal von Mikroplastik freihalten können. Hier werden Körperpflege-Produkte mit Kunststoff-Zusatz gelistet. Umweltbewusste Verbraucher können alternativ auch zu Naturseifen greifen. Sie werden aus pflanzlichen Ölen und natürlichem Glycerin hergestellt und angereichert mit ätherischen Ölen, Kräutern, Salz oder auch Milch. Naturseifen pflegen die Haut und sparen außerdem jede Menge Verpackungsmüll.

Wasseranalysen

Wie gut ist mein Wasser?

Unser Trinkwasser ist ohne jede Einschränkung zum Genuss geeignet, auch für Babys und Kleinkinder.

Zu den Analysen 
Klar zum Ändern

Medikamente gehören in den Restmüll

Wohin mit den restlichen Augentropfen, den abgelaufenen Halsschmerztabletten und den alten Antibiotika? Alte Medikamente gehören in den Hausmüll. Mehr Infos zum Thema

Aktivierung erforderlich

Nach Ihrer Zustimmung werden alle Youtube-Videos auf www.hamburgwasser.de aktiviert. Wir weisen Sie darauf hin, dass dann Daten an Youtube übermittelt werden. Sie können dies auf der Datenschutzseite rückgängig machen.

OK Datenschutz

Aktivierung erforderlich
Rita Apel: "Das Kindergedicht vom Mikroplastik"

Quelle: Engagement Global