Hamburgs starke Netze

Sicher durch die Pandemie – in fünf Teilen zeigen wir in dieser Serie, wie wir als Unternehmen der Daseinsvorsorge mit Corona umgehen. Heute blicken wir auf unseren Netzbetrieb, der dafür sorgt, dass Trink- und Abwasser störungsfrei laufen.

11.000 Kilometer: Das ist ungefähr die Strecke von Hamburg nach Shanghai. Normalerweise lässt sich diese Distanz ganz einfach mit dem Flugzeug überwinden. Aber was ist schon normal in diesem Jahr der Pandemie.

Während Grenzen auf der ganzen Welt teilweise geschlossen, wieder geöffnet und dann wieder geschlossen wurden, haben wir in den vergangenen Monaten alles dafür getan, dass es auf unseren 11.000 Kilometern läuft. So lang sind nämlich die Abwasser- und Trinkwasser-Adern unserer Stadt: Leitungen, die frisches Trinkwasser vom Wasserwerk in die Haushalte und Siele, die das Abwasser der Stadt zum Klärwerk transportieren, wo es fachgerecht und klimafreundlich entsorgt wird.

Auszug aus einer Karte, die unser Kanalisationssystem zeigt

Flexibilisierung der Arbeitszeiten

Unsere Kolleginnen und Kollegen vom Netzbetrieb sind rund um die Uhr im Einsatz, um diese Versorgungssicherheit zu gewährleisten: Rohrbrüche werden aufgespürt und behoben, Abwassersiele gereinigt und inspiziert, Trinkwasserleitungen instandgehalten und Wasserzähler installiert. Damit das auch in Pandemie-Zeiten funktioniert und um unsere Kolleginnen und Kollegen bestmöglich zu schützen, müssen wir derzeit besonders darauf achten, dass es zu keinen Ansteckungen in den Teams kommt. Kontakte müssen minimiert, Teams bestmöglich getrennt werden. Für die Kolleginnen und Kollegen heißt das Abstriche machen: Flexiblere Arbeitszeiten, AHA-Regeln befolgen und weniger kollegialen Austausch.

Bis heute haben sich diese Vorsichtsmaßnahmen ausgezahlt. Unser Einsatzstab bewertet die Lage dabei regelmäßig neu. Dank umfassender Krisen- und Pandemiepläne sind wir so in der Lage, weiterhin flexibel auf das Infektionsgeschehen zu reagieren. Im Sommer konnten wir die Maßnahmen so wieder lockern. Und wir konnten zur zweiten Welle die Trennung wieder verschärfen, ohne dass Kernprozesse leiden.

Weniger Verkehr, mehr Baumaßnahmen

Die Pandemie hat aber noch eine andere Ausnahmesituation mit sich gebracht: Die besondere Verkehrslage. Vielleicht ist Ihnen aufgefallen, dass weniger Autos unterwegs sind. Wir konnten diesen Umstand für ein beispielloses Baustellen-Sofortprogramm  nutzen.

Besonders Arbeiten an großen Hauptleitungen, wie in der Stresemannstraße oder in der Alsterkrugchaussee, für die wir sonst auf verkehrsarme Zeiten wie die Ferien warten müssen, konnten wir in dieses Jahr vorziehen. Für 86 kleine und große Baumaßnahmen in der Zeit zwischen März und Juli wurden so bereits kurzfristig rund 1,2 Millionen Euro investiert. Und wir sorgen natürlich weiterhin für unsere starken Netze.

Unsere Netze in Zahlen

Täglich sind rund 600 Kolleginnen und Kollegen im Bereich „Netze“ im Einsatz.

Sie haben rund 11.000 Kilometer Leitungen im Blick, 7 Tage die Woche, 24 Stunden am Tag.

In rund der Hälfte der Leitungen fließt frisches Trinkwasser, das über knapp 235.000 Hausanschlüssen rund zwei Millionen Menschen in Hamburg versorgt.

Die andere Hälfte heißt in Hamburg Sielnetz: Unsere öffentlichen Kanäle sind bis zu 3,85 Meter hoch und verlaufen in Tiefen bis zu 27 Metern.

Und dann sind da noch rund 1,2 Millionen Wasserzähler, die regelmäßig gewechselt werden müssen, damit nicht nur unsere Leitungen, sondern auch die Abrechnungen wasserdicht sind.

Arbeiten an einer Trinkwasserleitung in der Holsteiner Chaussee

Arbeiten an einer Trinkwasserleitung in der Holsteiner Chaussee


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