22.06.2017 - Diskussion um hohe Nitratwerte

Hamburger Wasser ist unbedenklich

In vielen Regionen Deutschlands sind die Nitratwerte im Grundwasser zu hoch. Dort könnte Trinkwasser durch die Aufbereitung deutlich teurer werden, meldet das Umweltbundesamt. Für Hamburg gibt es Entwarnung: Die Nitratkonzentration liegt hier deutlich unter dem Grenzwert. HAMBURG WASSER setzt sich präventiv zusammen mit der gesamten Wasserwirtschaft für einen besseren Schutz des Grundwassers ein.


Laut der aktuellen Studie des Umweltbundesamtes wird der Grenzwert von 50 Milligramm Nitrat pro Liter in gut einem Viertel der untersuchten Grundwasservorkommen überschritten. Betroffen sind vor allem Gebiete mit intensiver Landwirtschaft: Nitrat wird als Gülle oder Mist auf den Feldern ausgebracht oder als Mineraldünger für den Obst- und Gemüseanbau verwendet. Das Wasser, das aus Hamburger Hähnen sprudelt, kommt ausschließlich aus unterirdischen und damit gut geschützten Reservoirs. Grundsätzlich gibt es in der Hansestadt wenig Landwirtschaft. Das hier gewonnene Grundwasser ist daher unbedenklich.

In den wenigen Hamburger Gebieten, in denen Landwirtschaft und Gartenbau betrieben werden, engagiert sich HAMBURG WASSER für einen sparsamen Einsatz von Düngemitteln. Seit 1999 arbeitet der Hamburger Wasserversorger daher  mit dem Bauernverband und dem Gartenbauverband Nord zusammen. Für Schleswig Holstein und Niedersachsen gibt es vergleichbare Kooperationen, weil HAMBURG WASSER auch in den benachbarten Bundesländern Grundwasservorkommen nutzt.

Für den Schutz der natürlichen Ressourcen

Grundsätzlich setzt sich HAMBURG WASSER für einen stärkeren Schutz der natürlichen Ressource Wasser ein. Dr. Michael Beckereit, Sprecher der Geschäftsführung von HAMBURG WASSER: „Damit unser wichtigstes Lebensmittel gesund und sicher bleibt, müssen wir dafür Sorge tragen, nicht noch mehr Nitrat in unsere Grundwasservorkommen einzubringen. Dafür muss der Gesetzgeber den nötigen rechtlichen Rahmen setzen."

HAMBURG WASSER unterstützt die Petition des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft, an der sich unter anderem Naturschutz- und Agrarorganisationen beteiligen. Die Initiative setzt sich dafür ein, dass nur so viel Gülle auf den Feldern ausgebracht wird wie Pflanzen und Böden auch aufnehmen können. Zu den konkreten Forderungen zählen unter anderem ein Dünge-Stopp in belasteten Regionen, die Förderung einer umweltverträglichen Landwirtschaft und die Eindämmung des Gülletourismus.

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