Starkregenvorsrorge

Dieser Sportplatz schützt vor Überflutungen

Bei unserem RISA-Projekt in der Möllner Landstraße in Hamburg-Billstedt wurden unter das Hein-Klink-Stadion unterirdische Speicher- und Versickerungsanlagen gebaut. So wird der Stadtteil in Zukunft vor Überflutungen geschützt.


Erinnern Sie sich an das letzte starke Gewitter? In einigen Teilen Hamburgs kam in kurzer Zeit sehr viel Regenwasser vom Himmel und ist in die Siele geflossen. Gerade bei solchen sogenannten Starkregenereignissen kommt es vor, dass es in sehr kurzer Zeit so viel regnet, dass die Kanalisation das ganze Wasser nicht auf einmal aufnehmen kann und die Gullys überlaufen. Überschwemmte Straßen sind die Folge. So ist es auch im Bereich der Möllner Landstraße in Billstedt zwischen den Eingängen der U-Bahnstation „Merkenstraße“. In der Vergangenheit ist es dort bei Starkregenereignissen schon vorgekommen, dass die Kanalisation das viele Wasser nicht mehr aufnehmen konnte. Im schlimmsten Falle können dann Teile der Möllner Landstraße unter Wasser stehen.

Um dieses Überlaufen zu verhindern und die Regenwassersiele zu entlasten, haben wir im Rahmen von RISA (RegenInfraStrukturAnpassung) in einem bundesweit einmaligen Projekt unterirdische Speicher- und Versickerungsanlagen unter das Hein-Klink-Stadion in Billstedt gebaut, das Ende Juni 2021 feierlich von Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin in der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, Falko Droßmann, Bezirksamtleiter Hamburg-Mitte und unserem technischen Geschäftsführer Ingo Hannemann eröffnet wurde.

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Im Video erklärt: Der Risa-Sportplatz

Was ist Starkregen?

Nicht jeder Regen ist gleich ein sogenannter Starkregen. Ab welchen Wassermengen man von Starkregen spricht und wann es in Hamburg das letzte Mal soweit war, lässt sich auf hamburgwasser.de/starkregen nachvollziehen.


Was ist RISA?

RISA steht für RegenInfraStrukturAnpassung und wurde 2009 als Projekt von der Behörde für Umwelt und Energie und HAMBURG WASSER ins Leben gerufen. Gemeinsam werden Konzepte und Lösungen für einen zukunftsfähigen Umgang mit Regenwasser erarbeitet. Mehr Infos gibt es auf risa-hamburg.de

[Foto: Krafft Angerer]

Im Falle eines Starkregens fließt das überschüssige Wasser in einem neu gebauten Siel von der Straße zum Sportplatz. Dieser Kanal hat einen Durchmesser von 50 Zentimetern und ist 75 Meter lang. Durchbrochen wird er auf seinem Weg von einem Absetzschacht. Dort sammeln sich Sand, Reifenabrieb und anderen Feststoffe und lagern sich auf dem Boden ab. Das auf diese Weise grob gereinigte Regenwasser fließt dann weiter zum Sportplatz.

Unter der Sportplatzoberfläche sind sogenannte Rigolen gebaut. Diese unterirdisch verbauten Elemente funktionieren wie Schwämme: Sie nehmen das überschüssige Wasser auf und geben es nach und nach an den Boden ab. So kann die von uns konzipierte Anlage mit Vorzeigecharakter mehr als 500 000 Liter Wasser aufnehmen, das sind mehr als 3500 volle Badewannen. Neben den Rigolen kann bei sehr starken Regenfällen auch die Sportplatzoberfläche als Rückhalteraum dienen. Der Einbau dieser neuartigen Speicher- und Versickerungsanlagen wurde im Zuge des vom Bezirk Hamburg-Mitte initiierten Modernisierungsprogramms für Sportanlagen umgesetzt.


 
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