Möllner Landstraße

RISA-Projekt erreicht nächste Bauphase

Bei unserem RISA-Projekt in der Möllner Landstraße in Hamburg-Billstedt werden unter das Hein-Klink-Stadion unterirdische Speicher- und Versickerungsanlagen gebaut, um den Stadtteil in Zukunft vor Überflutungen zu schützen.


Erinnern Sie sich an das letzte starke Gewitter? In einigen Teilen Hamburgs kam in kurzer Zeit sehr viel Regenwasser vom Himmel und ist in die Siele geflossen. Gerade bei solchen sogenannten Starkregenereignissen kommt es vor, dass es in sehr kurzer Zeit so viel regnet, dass die Kanalisation das ganze Wasser nicht auf einmal aufnehmen kann und die Gullys überlaufen. Überschwemmte Straßen sind die Folge. So ist es auch im Bereich der Möllner Landstraße in Billstedt zwischen den Eingängen der U-Bahnstation „Merkenstraße“. In der Vergangenheit ist es dort bei Starkregenereignissen schon vorgekommen, dass die Kanalisation das viele Wasser nicht mehr aufnehmen konnte. Im schlimmsten Falle können dann Teile der Möllner Landstraße unter Wasser stehen.

Um dieses Überlaufen zu verhindern und die Regenwassersiele zu entlasten, bauen wir im Rahmen von RISA (RegenInfraStrukturAnpassung) in einem bundesweit einmaligen Projekt unterirdische Speicher- und Versickerungsanlagen unter das Hein-Klink-Stadion in Billstedt. Dafür wurden im ersten Schritt sogenannte Rigolen unter einen Teil des Sportplatzes gebaut. Diese unterirdisch verbauten Elemente nehmen das überschüssige Wasser auf und geben es nach und nach an den Boden ab.

Bei starkem Regen fließt das überschüssige Wasser zukünftig durch das neu verlegte Siel über den Absetzschacht in die Rigolen unter dem Hein-Klink-Stadion. [Quelle: Naumann Landschaft]

Was ist Starkregen?

Nicht jeder Regen in gleich ein sogenannter Starkregen. Ab welchen Wassermengen man von Starkregen spricht und wann es in Hamburg das letzte Mal soweit war, lässt sich auf hamburgwasser.de/starkregen nachvollziehen.


Was ist RISA?

RISA steht für RegenInfraStrukturAnpassung und wurde 2009 als Projekt von der Behörde für Umwelt und Energie und HAMBURG WASSER ins Leben gerufen. Gemeinsam werden Konzepte und Lösungen für einen zukunftsfähigen Umgang mit Regenwasser erarbeitet. Mehr Infos gibt es auf risa-hamburg.de

[Foto: Krafft Angerer]

Im nächsten Bauschritt Anfang Mai wird nun das Siel verlegt, dass im Falle von Starkregen das überschüssige Wasser von der Straße zum Sportplatz leitet. Es hat einen Durchmesser von 50 Zentimetern und ist 75 Meter lang. Durchbrochen wird es auf seinem Weg von einem Absetzschacht. Dort sollen sich Sand, Reifenabrieb und anderen Feststoffe auf dem Boden ablagern, das auf diese Weise grob gereinigte Regenwasser fließt dann weiter zum Sportplatz.

Die von uns konzipierte Anlage mit Vorzeigecharakter kann bei starken Regenfällen mehr als 500 000 Liter Wasser aufnehmen, das sind mehr als 3500 volle Badewannen. Der Einbau dieser neuartigen Speicher- und Versickerungsanlagen wird im Zuge des vom Bezirk Hamburg-Mitte initiierten Modernisierungsprogramms für Sportanlagen umgesetzt. Im letzten Schritt werden die neuen Beläge des Sportplatzes aufgebracht, die Eröffnung ist für den Sommer geplant.


 
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