Süßstoffe

Von den in Deutschland zugelassenen Süßstoffen sind zurzeit vier umweltrelevant. Dabei handelt es sich um Acesulfam-K (E950, E962), Cyclamat (E952), Saccharin (E954) und Sucralose (E955).

In der wissenschaftlichen Diskussion gelten die in Trinkwässern gefundenen Konzentrationen an Süßstoffen generell als gesundheitlich unschädlich. Aus Sicht eines Wasserversorgungsunternehmens stimmt es aber bedenklich, dass biologisch sehr schwer abbaubare Verbindungen für die Verwendung in Lebensmitteln zugelassen und mittlerweile fast ubiquitär nachzuweisen sind.

Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Diskussion um organische Spurenstoffe in der Umwelt und insbesondere im Wasserkreislauf hat sich HAMBURG WASSER daher entschieden, Produkte mit schwer abbaubaren Süßstoffen nicht mehr zu verwenden und zukünftig nur noch Ersatzprodukte mit guter biologischer Abbaubarkeit einzusetzen.

Maßnahmen im Betriebsrestaurant

  • Austausch des Getränkeangebots in den Betriebsrestaurants
  • Ersatz ohne die genannten Süßstoffe gefunden und ausgetauscht für bspw. Chillisauce, Dressings, Bratheringfilets, eingelegte Gurken etc.
  • Streichung von Produkten, die nur mit genannten Stoffen produziert werden.
  • Möglicher Ersatz für Süßstofftabletten (Stevia, Erythrit) wird derzeit getestet und dann ausgetauscht


HAMBURG WASSER macht mit diesen Schritten deutlich, dass wir als Unternehmen - und damit auch jeder einzelne Mitarbeiter - Verantwortung tragen und wir mit dem Austausch zum Umwelt- und Ressourcenschutz beitragen.

Der Schutz der Umwelt, unserer Heimat und unserer Ressourcen ist unser oberstes Gebot, daher werden wir keine der genannten Süßstoffe mehr im Betriebsrestaurant anbieten.


Links zum Thema

Unser Flyer informiert, was nicht ins Klo gehört und wie der richtige Entsorgungsweg ist

Weitere Tipps zur richtigen Müllentsorgung finden Sie auf den Seiten der Stadtreinigung Hamburg

Medikamente richtig entsorgen. Eine Initiative der Wasserwirtschaft im BDEW (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft)


Wie schädigen Medikamenten-Rückstände die Umwelt?

Rückstände von Arzneimitteln können verschiedenen Organismen schwer zusetzen. Bei männlichen Fischen, die Kontakt mit Wirkstoffen der Anti-Baby-Pille hatten, konnten Wissenschaftler Fortpflanzungsstörungen beobachten. Das Schmerzmittel Diclofenac löst bei Forellen Leber- und Nierenschäden aus, das Antidepressivum Prozac bringt manche Muscheln dazu, früher zu laichen und gefährdet so die Brut. Antibiotika töten nicht nur Bakterien, sondern hemmen auch das Wachstum von Algen. Und Beruhigungsmittel führen bei Barschen zu Verhaltensänderungen: Aus friedlichen Schwarmfischen wurden übermütige Einzelgänger.

Tipps zur Entsorgung

Flaschen oder Ampullen verschließen Sie bitte fest. Werfen Sie die Flasche samt Inhalt in den Restmüll. Sie müssen den Behälter nicht entleeren.

Bei Papp-, PVS- oder Blisterverpackungen trennen Sie die Tabletten bitte heraus und geben Sie die Verpackungen in das Altpapier oder die gelbe Tonne bzw. den gelben Sack. Die Tabletten gehören in den Restmüll.