Eintrag 10

Nach dem Triathlon ist vor dem Triathlon!


Ging euch das auch so? Oder vielleicht immer noch? Da freut man sich Monate-, tagelang auf dieses Triathlon Wochenende und einmal mit den Fingern geschnippt, ist es auch schon wieder vorbei. Tragisch. Obwohl, eigentlich auch nicht, denn in weniger als 365 Tagen dürfen wir wieder ran. Jippie!

Das war er also mal wieder. Der Hamburg Triathlon 2018. Was bleibt? Nun, für jeden von uns hoffentlich einiges. Und dabei meine ich nicht nur das Streben und Erreichen der persönlichen Bestzeit. Nein, viel wichtiger und entscheidender ist doch die Frage, habe ich Spaß gehabt? Bin ich gesund, munter und mit einem breiten Grinsen im Gesicht auf die Zielgerade eingebogen und konnte diese unglaubliche Atmosphäre auf dem Rathausmarkt genießen? Habe ich alle gegeben und bin mit mir zufrieden?
Bevor jetzt einige von euch verehrte Leserinnen und Leser aufschreien und sagen, was schreibt er da, von wegen, die Bestzeit zu erreichen ist nicht wichtig: Klar, für viele von uns war die Jagd nach einer bestimmten Zielzeit oder Verbesserung der Einzelzeiten das Nonplusultra. Wofür trainiert man schließlich wochenlang!? Logisch. Recht habt Ihr. Aber, ich denke, die oben beschriebenen Fragen passen auch dazu. Oder?

Ich hoffe, dass alle von uns irgendwo sich da wiederfinden und zumindest eine der Fragen mit einem „ja“ beantworten können. Dann an dieser Stelle von mir an euch ein High five und Glückwunsch zum erfolgreichen Finish!
Ich persönlich fand beide Tage wunderbar. Am Samstag hieß es die Sprintdistanz alleine in Angriff nehmen. Zum Frühstück morgens ein wenig Motivation. Mentale Power! Meine Freundin und ich schauten uns einen Teil des Ironman in Frankfurt an, welchen wir eine Woche zuvor aufgezeichnet hatten. Taktik ist wichtig, so der Weltmeister von 2014 Sebastian Kienle. Beim Schwimmen nicht groß abreißen lassen, versuchen an den Favoriten dran zu bleiben. Alles klar. Wir machten uns einen Knick ins Ohr und fuhren dann in die Innenstadt. Wechselzone. Ab zum Startblock, Platz ausgesucht und dann staunten wir nicht schlecht: An dieser Stelle mal ein kräftiges, „HALLO! IRONMAN! GEHT‘S DENN NOCH??? WER HAT BITTE ENTSCHIEDEN, DIE FAHRRADSTANGE GEFÜHLT AUF 2 ½ m ZU JUSTIEREN???“. Unsere Räder schwebten! Wir dachten kurzfristig, wir hätten fälschlicherweise unsere Laufräder genommen aber nein, sie schwebten! Zig andere waren ebenfalls verdutzt, deren Boliden schwebten auch. Unglaublich. Nun denn, was soll es, Wechselplatz eingerichtet und ab zum Start.

Nach dem ausgiebigen Fachsimpeln mit den lieben Kolleginnen und Kollegen von HAMBURG WASSER und HAMBURG ENERGIE ging es im ersten Startblock des HEPP um 10.30 Uhr los. Da ich nicht ansatzweise sah, wo die ersten Schwimmer sich befanden, machte mein Ohr kurz „Plopp“, der Knick war raus und ich schwamm entspannt hinterher. Das Radfahren lief gut, grüßte dabei innerlich mehrfach die Kollegen in Frankreich. Beim abschließenden Laufen war ich kurz der Meinung, ich hätte Wahrnehmungsstörungen. Um mich herum waren nur Sportfreundinnen und Freunde der Firma STILL. Wahnsinn. Als ich dann den ersten Läufer einer anderen Firma sah, war ich glücklich. Doch kein Privatrennen, Lars gegen STILL! Kurz danach lief ich ins Ziel, die Uhr zeigte wie immer über diese Distanz 1 ½ Stunden an. Werde beim nächsten Rennen am kommenden Wochenende in Waren vorher zum Zeitnehmer gehen und sagen, schreib schon mal auf, 1 ½ Stunden, passt.

Im Ziel gab es dann das obligatorische Kaltgetränk, mit dem wunderbaren Butterkuchen. Wir ließen mit den Kolleginnen und Kollegen das Rennen „nochmal Paroli laufen“, wie eine Hamburger Fußball Legende sagen würde. Die Medaille wurde bewundert und sich für den nächsten Tag verabredet. Es stand ja noch die olympische Distanz auf dem Programm.

So war es dann auch. Meine Freundin und ich fuhren nach dem Frühstück und dem weiteren Theorieunterricht – Radstrecke, Power und dran bleiben - , diesmal ohne Knick im Ohr, rechtzeitig in die Stadt. Und was soll ich sagen, in der Wechselzone schwebte mein Rad diesmal nicht. Das Vorderrad berührte den Boden. Interessant. Kurzfristige Tektonische Plattenverschiebung?! Wer weiß das schon.

Ab zum Schwimmstart, meine Freundin übernahm den ersten Part der Staffel. Ja, heute war Staffel angesagt, man ist ja nicht mehr so jung. Außerdem soll man es am Sonntag ja ein wenig ruhiger angehen lassen, habe ich mal irgendwo gelesen. Meine ich. Ist auch egal, Fakt ist / war, ich durfte mich dann ein zweites Mal auf der Radstrecke austoben. Diesmal drei Runden, inklusive Bergprüfung. Zum Schluss wurde dann unsere italienische Laufrakete gezündet. Was diese Espressi am Morgen doch so alles bewirken.
Gemeinsam liefen wir dann ins Ziel, ließen uns feiern, genossen anschließend das obligatorische Kaltgetränk sowie den immer noch wunderbaren Butterkuchen.

Nachmittags bewunderten meine Freundin und ich noch die Profis: Mixed Relay Team WM. Wer das noch nicht live gesehen hat, muss das unbedingt mal machen. Highspeed Triathlon vom allerfeinsten!
Abends zuhause auf dem Sofa dachte ich mir dann, ok, wieder ein Jahr warten. Was muss ich dann besser machen? Ihr wisst schon, sage nur 01:32 Std. …

In diesem Sinne, bleibt gesund und munter, betreibt weiterhin diesen wunderbaren Sport und wir sehen uns spätestens in 2019, zum HAMBURG WASSER World Triathlon.

HAMBURG WASSER World Triathlon 2018

Weitere Informationen zum HAMBURG WASSER World Triathlon 2018 gibt es hier.

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