Eintrag 4

Geheimtipp(s) für das Schwimmtraining


Die erste Disziplin ist für die meisten von uns Triathleten ein notwendiges Übel. Der erste Schritt – wie ich finde auch mit der wichtigste, denn ohne Start kein Ziel! -  auf dem Weg zu Ruhm und Ehre. So muss es sein. Trotzdem mögen die wenigsten unter uns das Schwimmen. Es findet im Freiwasser statt, die Sicht im Wasser ist meistens schlecht. Um einen herum ist Getümmel, der Weg bis zur ersten Boje, bzw. zum Erblicken des Schwimmaustiegs ist weit. Die Nervosität bis zum Startschuss ist groß und baut sich in dem Gewusel um einen herum auch nicht so schnell ab. Geht es los, fliegen sprichwörtlich die Fetzen. Armschläge, Tritte bekommt man ab. Man schluckt ungewollt Wasser. Netter Umgang ist nicht vorhanden. Ist halt Sport, da darf und muss es ab und an mal rau zu gehen.

Die Ersttäter unter euch werden jetzt sagen, ich melde mich ab, bzw. starte nicht. Blödsinn, gar nicht anfangen so zu denken, denn jetzt kommt das „aber“!

Man kann sich sehr gut auf die Gegebenheiten des Schwimmens in der Alster – und darum geht es ja hauptsächlich, gilt aber natürlich auch für andere Wettkämpfe – einstellen. Das heißt also, nutzt die Trainingseinheiten um das ein oder andere der beschriebenen Dinge mal zu testen. Schwimmen kann jeder von uns, das ist nicht das Problem. Es ist keine Vorschrift die Strecke kraulen zu müssen. Wer das halt nicht kann, macht Brustschwimmen. Ist völlig ausreichend, ich mache es auch so und man erreicht damit auch ohne Probleme den Schwimmaustieg am Rathausmarkt. Deswegen, trainiert lieber die Distanz, dass ihr wisst, die schaffe ich. Dann habt ihr den wichtigen ersten Schritt getan.

Schwimmen im Freiwasser ist gewöhnungsbedürftig. Definitiv. Aber auch hier kann man mit ein, zwei Dingen im Hinterkopf die Nerven beruhigen. Es ist auch dort nur Wasser. Nichts anderes  Schlimmeres. Die Sicht ist meistens mies, die Temperatur im Vergleich zum Hallenbad deutlich geringer, hat aber den Vorteil, man überhitzt nicht. Das meine ich so. Die Wasserqualität ist einwandfrei, sonst dürften wir in der Alster nicht schwimmen und wer ist nochmal der Hauptsponsor? Richtig. Kann also nichts schiefgehen.

Befindet man sich im Wasser, wartet auf den Startschuss, steigt die Nervosität. Völlig ok. Ruhig bleiben. Sucht euch einen Platz im hinteren Bereich der Startgruppe, vielleicht am Rand. Dann könnt ihr entspannt los, hinterher schwimmen. Heißt ihr mit Nachnamen zufällig Phelps, dann bitte mit ordentlich Tempo von vorne weg. Ansonsten schwimmt ihr euer Tempo. Ihr geht dem Getümmel aus dem Weg, keine Schläge und Tritte, wahrscheinlich auch kein oder wenig Alsterwasser schlucken. Nach und nach gewöhnt man sich an das Schwimmen. Und schon hat man die erste Boje umrundet und sieht den Schwimmaustieg. Zwar noch weit entfernt aber man sieht ihn. Gut für die Psyche. So schafft ihr es, die erste Disziplin zu meistern.

Die Geheimtipps? Nun ein paar sind ja im Text „versteckt“. Entscheidend ist auch noch, bis zum Tag X ruhig und viel zu trainieren. Geht in eine der kleineren Bäderland Schwimmhallen. Dort hat man auch ein wenig mehr Ruhe an den Feinheiten des Schwimmens zu arbeiten. Sehr hilfreich.

Schwimmen im Freiwasser kann man bestens im Stadtparkbad üben oder man fährt zum Oortkatener See. Dort mal ein paar Bahnen schwimmen, dann kann euch nichts passieren.

Also, nutzt das Wetter! Bleibt sportlich.

HAMBURG WASSER World Triathlon 2018

Weitere Informationen zum HAMBURG WASSER World Triathlon 2018 gibt es hier.

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