Eintrag 9

Der Countdown läuft!


Tja. Nun ist es also fast so weit. Ein paar Tage noch, dann dürfen wir endlich in der Binnenalster schwimmen, am Hafen entlang radeln, anschließend hoffentlich noch fröhlich ein wenig laufen, um dann in den Hexenkessel Rathausmarkt einzutauchen.

Das Training befindet sich im Endspurt, an der Ausrüstung wird hier und da noch getüftelt. Richtig so. Ich bin da überhaupt nicht anders, mache das meistens erst am Abend vorher, um dann am Morgen des Wettkampfes entsetzt festzustellen, dass dieses oder jenes noch fehlt. Stichwort Schwimmbrille im letzten Jahr, ich erwähnte es ja bereits. Ein, zwei Jahre davor musste ich morgens, kurz bevor es mit dem Rad in die Innenstadt ging, noch schnell meinen Rucksack umpacken. Konnte man ja auch nicht draufkommen, dass bei dem Regen, den ich bereits nach dem Aufstehen wahrnahm, der nicht-wasserfeste Rucksack eher ungünstig ist. Badelatschen, um von der Wechselzone zum Startbereich zu kommen, kann man dabeihaben, muss man aber nicht. Und Energiegels für den Wettkampf, auch wenn es nur das Radfahren in einer Staffel ist, braucht man nicht, sofern man aus dem Rucksack seines gerade schwimmenden Teamkollegen ein paar Gummibärchen mopsen kann.

Ihr merkt also, Vorbereitung muss sein. Schafft ihr schon. Solltet ihr am Wochenende dann doch in der Wechselzone jemanden entdecken, der grübelnd, stocksteif vor einem Fahrrad steht, da er möglicherweise etwas vergessen hat – das könnte ich sein.

Vor kurzem lief ich zusammen mit meiner Freundin beim Potsdam Urban Trail mit. Ein Lauf über etwas mehr als 10 km. Es ging dabei nicht um die Zeit, sondern einzig und allein um das gemeinsame Laufen. Das Herausragende hierbei war, man lief durch Museen, Parks, Veranstaltungshallen, Bürogebäude, das Potsdamer Rathaus, ein Studenten-Pub sowie durch den Frühstücksraum eines Hotels. Unterwegs konnte man jederzeit anhalten, sich quasi im Vorbeilaufen eine Ausstellung angucken, die Architektur der Gebäude bewundern. Die wunderbaren Parks der Stadt sind eh ein Genuss und an einem Tresen zu stoppen, um einen Kurzen zu trinken, macht man auch nicht immer. Ein wunderbarer Spaß.

Die nächsten Tage werden für mich und sicherlich auch für Euch, die letzten Trainingseinheiten beinhalten. Am Donnerstag wird schon mal ein wenig Triathlonluft in der Innenstadt geschnuppert, die Startunterlagen abholen. Prüfen, ob die Alster sauber ist – als HAMBURG WASSER Mitarbeiter hat man dafür den Kennerblick – die Wechselzone schon mal anschauen, den Rathausmarkt grob fegen und die Ziellinie mit Kreide ziehen. Geht dann möglicherweise doch noch etwas schief, an mir lag es nicht, verehrter Veranstalter.

Also, genießt die letzten Tage bis zum Wochenende. Spürt die Vorfreude, lasst das Kribbeln in der Magengegend zu. Motiviert eure Fans. Und dann sehen wir uns alle am Samstag oder Sonntag hinter der Ziellinie.

In diesem Sinne, bleibt sportlich.

HAMBURG WASSER World Triathlon 2018

Weitere Informationen zum HAMBURG WASSER World Triathlon 2018 gibt es hier.

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