Wie wir jetzt arbeiten

Seit Mitte März arbeiten wir alle unter veränderten Bedingungen. Viele von uns haben sich ihr Büro in den heimischen vier Wänden eingerichtet, andere sorgen an unseren Standorten und in der ganzen Stadt dafür, dass unsere Leistungen rund um Wasser, Abwasser und Energie weiterhin reibungslos funktionieren. Hier erzählen wir, wie unser Arbeitsalltag unter diesen besonderen Bedingungen aussieht.


Matthias Hahn

Matthias Hahn

Referent Qualitäts- und Projektmanagement Lagerwirtschaft

Im Referat Lagerwirtschaft sind die Mitarbeitenden des Hauptlagers in der Ausschläger Allee und des Magazins Köhlbrandhöft tätig. Das Team trägt wesentlich dazu bei, dass der Bereich Ingenieurleistungen, der Netzbetrieb oder die Werksinstandhaltung ihre Arbeiten umsetzen können. Insgesamt 20 Mitarbeitende kümmern sich etwa um die Materialversorgung aller Baumaßnahmen im Trinkwassernetz und in den Wasserwerken. Sie versorgen die Baustellen mit Rohren, Verbindungs- und Dichtungsmaterial sowie mit Formteilen und Armaturen. Außerdem stellen sie „24/7“ das benötigte Material im Falle eines Rohrbruchs, für die Installation von Hausanschlüssen oder auf Großbaustellen, wie aktuell an der A7, bereit.

Die Corona-Pandemie stellt auch die Teams in der Ausschläger Allee und auf KÖ vor Herausforderungen: Es wurden zwei Gruppen gebildet, die nun wöchentlich wechselnd mit halber Besetzung arbeiten – so ist es möglich, das gewohnte Servicelevel und das volle Dienstleistungsspektrum von HAMBURG WASSER für in- und externe Kunden aufrecht zu erhalten. Hierzu gehören neben der Materialausgabe und -bereitstellung auch die Wasserzählerausgabe an Installateure, innerbetriebliche Transporte sowie die Belieferung aller Standorte und Posttouren für das Bäderland Hamburg.

Auch Matthias und Referatsleiter Ralf Seutter arbeiten im wöchentlichen Wechsel und pendeln zwischen Büro und Homeoffice. Dabei liegt der Fokus im Homeoffice auf den üblichen Tätigkeiten in der Referatsleitung, im Büro hingegen auf der Unterstützung des Teams vor Ort bei der Bewältigung des Tagesgeschäfts in dieser außergewöhnlichen Zeit. „In der aktuellen Situation ist vor allem die Sicherstellung der Materialverfügbarkeit ständig eine Herausforderung für uns“, so Matthias Hahn, „denn einer unserer Hauptlieferanten für Gussrohrleitungen musste sein Werk stilllegen und die Produktion vorübergehend schließen.“ Um Bedarfe zu planen und Versorgungsengpässe mit entsprechenden Ersatzbestellungen zu überbrücken, war die kurzfristige Abstimmung zahlreicher Abteilungen und Bereiche erforderlich. In enger Zusammenarbeit mit Einkauf, dem Bereich Ingenieurleistungen, Netzbetrieb und Trinkwasserlabor gelang es, sämtliche Materialanforderungen bedarfsgerecht zu bedienen.

In Zeiten von Corona haben sich auch die Bedarfe für Persönliche Schutzausrüstungen (PSA), Masken und Desinfektionsmittel verändert: Weltweit übersteigt die Nachfrage das vorhandene Angebot deutlich. Dennoch ist es dem Team der Lagerwirtschaft gemeinsam mit dem Einkauf und in enger Abstimmung mit Betriebsarzt und Einsatzstab gelungen, noch vor Inkrafttreten der Maskenpflicht in Hamburg eine erste Lieferung von 2.000 Schutzmasken rechtzeitig konzernweit zu verteilen.

An den Wechsel zwischen Büro und Homeoffice hat sich Matthias mittlerweile gewöhnt und kann der ungewöhnlichen Situation auch Positives abgewinnen: „Zuhause habe ich viel Ruhe, um sehr konzentriert zu arbeiten – auch wenn ich manchmal aufpassen muss, rechtzeitig Feierabend zu machen. Anfangs hätte ich nicht gedacht, dass ich im Homeoffice so gut klarkomme. Ich bin aber froh, weiterhin auch regelmäßig vor Ort zu arbeiten.“ Für die Leistungen im Lager und im Magazin hat der Referent derzeit besonders großen Respekt: „Mich beeindruckt die Einsatzbereitschaft und Moral aller. Teil dieses tollen Teams zu sein, macht mich auch ein kleines bisschen stolz.“


Julja Harden

Betriebsärztlicher Dienst

Gesundheit und Beruf unter einen Hut zu bringen, die Gesundheit zu erhalten und zu fördern ist Auftrag des Betriebsärztlichen Dienstes von HAMBURG WASSER.

Julja Harden, die gemeinsam mit Ajsa Montano und dem Betriebsarzt Dr. Tim Oliver Bräutigam im Betriebsärztlichen Dienst tätig ist, hätte sich nicht im Geringsten vorstellen können, von zu Hause zu arbeiten. Homeoffice in der Gesundheitsbranche – üblicherweise keine Option. Wie läuft das also in dieser ungewöhnlichen Situation ab?

In den täglichen Telefonkonferenzen steht natürlich Corona im Vordergrund. Mit Hochdruck erarbeitet das Team ein Hygienekonzept für die Zeit danach und analysiert mögliche Auswirkungen des Virus‘ auf die Arbeit im Konzern. „Außerdem rufen wir die betroffenen Kolleginnen und Kollegen gerne an, um zu erfragen, wie es denen geht“. Mittlerweile ist der Betriebsärztliche Dienst in Rothenburgsort zwei Mal in der Woche besetzt. Dabei wechseln sich die beiden medizinischen Fachkräfte ab, sodass sie jeweils einmal in der Woche vor Ort sind. „Die regulären Sprechstunden fallen aus und die Mitarbeitenden im Konzern kommen nur in dringenden Fällen zu uns. Telefonisch sind wir natürlich weiterhin erreichbar“, erklärt Julja. Eine von vielen Sicherheitsmaßnahmen, die eingeführt wurde, ist die sogenannte Schleuse im Gebäude vom Betriebsärztlichen Dienst. In einem Vorraum stehen Desinfektionsmittel, Masken und Handschuhe bereit, die vor Eintreten in das Wartezimmer angelegt werden müssen. Das dient zum Schutz aller Beteiligten und senkt das Infektionsrisiko auf ein Minimum.

Zu Hause steht Julja Harden vor bisher unbekannten Herausforderungen. Sie lebt mit ihrer kleinen Tochter und ihrem Mann, der bei der Werkfeuerwehr im 12-Stunden-Schichtdienst arbeitet, zusammen. „Dadurch, dass die Kitas geschlossen sind, balanciere ich zwischen Arbeit und Kinderbetreuung.“, sagt sie und fügt hinzu: „Unser Tagesablauf richtet sich nach den Schichten meines Mannes – zum Glück sind die Arbeitsabläufe bei HAMBURG WASSER so flexibel. Mittlerweile hat sich auch alles eingependelt, dass ich es toll fände, zukünftig ab und zu auch einmal einen Tag im Homeoffice zu verbringen.“

Julja Harden


Thomas Meier

Thomas Meier

Thomas Meier

Referatsleiter Mikrobiologie - Trinkwasserlabor

Die Labore überwachen die Wasserqualität über den gesamten Weg des Wassers. Auf der Trinkwasserseite von den Vorfeldmessstellen, über Brunnen, den Aufbereitungsprozess und die Netze bis hin zum Kunden. Auf der Abwasserseite liefert die Analytik wichtige Daten für die Steuerung der Prozesse der Kläranlage und über die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben der Wasserrechtlichen Erlaubnis und bei Direkt- und Indirekteinleitern. In der Verantwortung der Labore liegt die Probenahme, die Analytik bis hin zu Beurteilung, die Beratung und der Kontakt zu Behörden. Die Labore sind im Unternehmen die Schaltstelle für alle Fragen zur Wasserqualität.

„Auch in Corona-Zeiten müssen wir die Qualitätssicherung im Trink- und Abwasser unbedingt aufrechterhalten, sowohl um unsere Mitarbeitenden in den Werken mit den für die Steuerung der Anlagen notwendigen Analysewerten zu versorgen, als auch die an HAMBURG WASSER gesetzmäßig gestellten Anforderungen zu erfüllen.

Deshalb hat das Labor sehr früh Maßnahmen ergriffen, um die Analytik in jedem Fall aufrecht erhalten zu können. Mein Referat, die Mikrobiologie, arbeitet im Moment in zwei Teams zeitlich getrennt voneinander, damit wir einen möglichen Corona-Ausfall (und eine damit verbundene Quarantäne für die direkten Kolleginnen und Kollegen) kompensieren können. Zunächst arbeitete ein Team Montag und Dienstag, das andere Donnerstag und Freitag. Der Mittwoch fand im Wechsel statt. Seit dem 27.04.2020 haben wir auf einen Schichtbetrieb umgestellt, damit das Probenaufkommen zu bewältigen ist – daher arbeitet das eine Team vormittags, das andere nachmittags. Durch diese gleichmäßige Verteilung hoffen wir, die Maßnahmen so ohne Reduktion unserer Leistung weiter aufrecht halten zu können.

Trotzdem befindet sich ein Teil des Teams immer wieder im Homeoffice oder in Bereitschaft. Dass das bis jetzt gut funktioniert hat liegt daran, dass wir einige Arbeiten aussetzen oder verschieben, weil wir anfangs aufgrund der Situation insgesamt weniger Proben bekamen und weil alle im Team sofort ihre Arbeitszeiten umgestellt haben, extrem flexibel agieren und unseren Arbeitsauftrag im Blick haben.

Unsere Aufgaben haben sich dabei nicht geändert, wir müssen diese nun unter erschwerten Bedingungen erfüllen. Dazu gehören u.a. eine Abschottung meines Teams vor den meisten Mitarbeitenden sowie verschärfte Verhaltens- und Hygienemaßnahmen. Letztere sind für uns in der Mikrobiologie zum Glück auch im normalen Arbeitsalltag selbstverständlich, hier sind wir also gut vorbereitet. Auf mich kommen zusätzliche Beratungsanfragen im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 zu, beispielsweise wenn es um die Beschaffung von Händedesinfektionsmittel für das Unternehmen und den Umgang mit Masken geht.

Weil auch meine Anwesenheit im Labor an 1-2 Tagen die Woche notwendig ist, halte ich großen Abstand und begegne meinem Team inzwischen nur noch kurz mit (selbstgenähter) Maske, wenn ich das Labor betreten muss, denn ich bin in solchen Fällen für beide Teams ein weiterer Risikokontakt.

Die größte Herausforderung und Umstellung für viele sind mit Sicherheit das Homeoffice und der Bereitschaftsdienst. Im Labor arbeitende Menschen sind normalerweise einen Großteil der Zeit mit Analytik beschäftigt. In meinem Referat ist das zumeist eine praktische Tätigkeit und das Team arbeitet eng verzahnt miteinander. Sie vermissen das direkte Gespräch, den persönlichen Austausch mit den anderen Referaten und das gemeinsame Arbeiten. Wir erproben gerade viele neue Wege der Kommunikation (WebEx, Chatgruppen, wöchentliche Statusupdates) und machen darin jetzt gewaltige Fortschritte (An dieser Stelle sei erwähnt, dass die IT hier einen super Service leistet, der das alles erst möglich macht). Auch die neue Maskenpflicht stellt uns im Labor vor eine sehr große Herausforderung. Bei vielen Arbeiten ist die Maske ein Sicherheitsrisiko, Beispielweise beim Umgang mit unseren Gefahrstoffen. Deshalb legen wir innerhalb der Laborräume unser Augenmerk verstärkt auf die Abstandsregeln sowie die zeitliche und räumliche Trennung der Tätigkeiten und erfüllen so die Vorgaben.

Die Kreativität des Labor-Teams, die Offenheit für neue Ideen und Möglichkeiten und die Bereitschaft sich buchstäblich wöchentlichen Veränderungen in der Art zu Arbeiten zu stellen ist für mich bemerkenswert und erfreut mich sehr. Außerdem wachsen die zwangsweise verkleinerten Teams persönlich sehr zusammen. Auch in nicht-Krisen-Zeiten stehen meine Mitarbeitenden sehr füreinander ein, das hat sich gefühlt noch einmal gesteigert.


Lynn Noske

Köchin im Betriebsrestaurant

Auf dem Speiseplan stehen heute Bratwurstbrezel mit Bohnen und Drillingen und Penne mit Pastinaken-Lauch-Sauce. Ein Gericht mit Fleisch, eins für Vegetarier. Manche Dinge sind fast wie immer. Andere nicht, wie Lynn Noske aus dem Betriebsrestaurant erzählt.

„Wir arbeiten im Moment nur in Zweierteams mit je einem Kochenden und einer Küchenkraft. Zum einen, um das Infektionsrisiko im Team gering zu halten. Zum anderen haben wir in diesen Zeiten natürlich nicht so viele Gäste wie sonst da, die wir bewirten.“ Acht Personen wechseln sich regelmäßig ab und servieren für die in Rothenburgsort verbliebenen Mitarbeitenden ein reduziertes Frühstücksangebot und das Mittagessen. Rund 45 Mahlzeiten (Frühstück + Mittag) geben sie so jeden Tag aus. Was noch anders ist: um den Kontakt noch weiter zu reduzieren, bleiben die Gäste nicht zum Essen im Betriebsrestaurant, sie nehmen ihre Mahlzeiten mit in ihre Büros. Bratwurstbrezel und Penne to go also.

„Es ist schon komisch, meine Kollegen, die wie eine zweite Familie für mich sind, so lange nicht zu sehen,“ erklärt Lynn Noske. „Und mit der verbleibenden Kollegin immer den Mindestabstand zu wahren, fühlt sich auch merkwürdig an.“ Aber das Feedback der täglichen Gäste ist durchweg positiv. „Alle sind sehr dankbar und froh, dass wir nach wie vor öffnen. So muss sich in der Pause keiner in vollen Imbissbuden drängeln“, freut sie sich. Und die Ruhe des größtenteils verlassenen Geländes scheint sich auch auf die Gemüter auszuwirken. „Die Hektik ist weniger, mit den meisten halte ich bei jedem Besuch einen kleinen Plausch. Das darf auch gerne nach Corona so bleiben.“

Lynn Noske

Lynn Noske


Hendrik Bösch

Hendrik Bösch

Hendrik Bösch

Prozessingenieur Schlammverbrennung

Das Referat Schlammverbrennung ist auf dem Klärwerk für die thermische Verwertung des anfallenden Klärschlamms zuständig. Zu den Teilbereichen gehört die Verbrennung des Klärschlamms, die Dampf- und Stromproduktion, die Rauchgasreinigung sowie die Entsorgung von Reststoffen. In Zusammenarbeit mit der Schicht und der Instandhaltung sorgt das Team also für den reibungslosen Betrieb der VERA (Verwertungsanlage für Rückstände aus der Abwasserbehandlung).

Für Hendrik Bösch und seine Kollegen, waren die Umstellungen im Zuge der Corona-Pandemie ein Sprung ins kalte Wasser, denn bis dahin war die Arbeit von Zuhause in diesem Referat noch nie Thema gewesen. Nach einer kurzen Umstellungsphase hatte das Team sich, vor allem auch dank der Mithilfe aus dem IT-Bereich, jedoch schnell auf die Arbeit im Homeoffice eingestellt. Besprechungen erfolgen seitdem per Video und Telefon, auch die meisten abteilungsübergreifenden Absprachen und Anweisungen sind so mittlerweile problemlos zu erledigen. Stehen besondere Arbeiten an, die nicht aus den heimischen vier Wänden erledigt werden können, hat sich das Team auch hierfür organisiert: Pro Tag ist maximal ein Kollege vor Ort, um so für den genehmigungskonformen Betrieb der VERA zu sorgen.

Was Hendrik Bösch und allen anderen fehlt, ist der tägliche persönliche Kontakt miteinander und die Arbeit an der Anlage, um die es in diesem Referat schließlich geht. Auch, dass der Saisonstart im Betriebsfußball verschoben worden ist, schmerzt das sportbegeisterte Team. Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass HAMBURG WASSER in einer solchen Situation gut aufgestellt ist und die Arbeit auch aus der Ferne funktioniert. Keine Selbstverständlichkeit, wenn man bedenkt, dass der gewohnte Tagesablauf vom einen auf den anderen Tag auf den Kopf gestellt wurde.


Gudrun Winkler

Referatsleiterin im Bereich Qualitäts- und Energiemanagement (Indirekteinleiter und Netzüberwachung)

Der Blick aus dem Fenster ist nach wie vor spektakulär, im Gebäude dagegen ist es erheblich ruhiger als sonst. Gudrun Winkler sitzt in ihrem Büro auf dem Klärwerk Hamburg zurzeit an zwei Tagen in der Woche. Normalerweise arbeiten in ihrem Referat (Indirekteinleiter und Netzüberwachung) sieben Menschen vor Ort. Gemeinsam sind das mit dem Nachbarreferat (Klärwerksanalytik und Eigenüberwachung) 27 Mitarbeitende im Abwasserlabor. Sie nehmen Proben von Betrieben, erteilen Einleitgenehmigungen und untersuchen Abwasserproben zur Eigenüberwachung des Klärprozesses. „In diesen Zeiten haben wir die Untersuchung auf ca. 45 Prozent der ursprünglichen Probenanzahl reduziert und arbeiten nun referatsübergreifend in einem Schichtsystem“, erklärt Winkler. „Wir haben drei Teams mit jeweils sechs Personen gebildet, die sich wöchentlich im Labor abwechseln.“ Die Besonderheit: drei Mitarbeitende aus dem Referat von Gudrun Winkler unterstützen die Kollegen und Kolleginnen der Klärwerksanalytik in diesem Labor-Schichtsystem abwechselnd. Mit so einem erweiterten Team sei das Risiko der Ansteckung einfach geringer. „Diese Arbeitsweise können wir über einige Wochen durchhalten. Sollte diese Situation noch länger anhalten, müssen wir neu entscheiden“.

Das Team steht noch vor anderen – ganz menschlichen – Herausforderungen. „Eine Kollegin ist aus der Elternzeit wieder da und musste gleich im Homeoffice starten. Da ist die Einarbeitung etwas schwieriger und erfordert neue Formen der Zusammenarbeit“, sagt Gudrun Winkler. Außerdem haben zum 1. April sechs neue Trainees bei HAMBURG WASSER angefangen, eine davon im Abwasserlabor. Die Schwierigkeit: diese sitzt zurzeit noch in Neuseeland fest und musste zu ihrer neuen Aufgabe per Videokonferenz gebrieft werden, 10 Stunden Zeitverschiebung inklusive. „Natürlich erfordert das alles ein bisschen Übung, aber ich bin überrascht, wie kreativ wir uns nun austauschen und wie dann doch alles irgendwie funktioniert – auch bei ab und an ruckelnder Internetverbindung“, lacht Winkler. „Eine regelmäßige digitale Kaffeerunde als Ersatz für den persönlichen Austausch auf dem Flur oder in der Teeküche ist zwar nicht das gleiche, aber schon mal ein Anfang.“

Gudrun Winkler

Gudrun Winkler


Nils Kruse

Nils Kruse

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Nils Kruse

Referent im Recruiting (Personalgewinnung)

Die 11 Kolleginnen und Kollegen aus der Personalgewinnung arbeiten nun von Zuhause aus, oftmals am Küchen- oder Wohnzimmertisch. Trotz der physischen Entfernung tauscht sich das Team täglich untereinander zu aktuellen Themen und Projekten via Webex- oder Telefonkonferenzen aus. In größeren Regelterminen wird das Referat wie gewohnt von der zuständigen Führungskraft sowohl über die aktuelle Situation und Neuigkeiten im Unternehmen informiert als auch mit Wissenswertem für die tägliche Arbeit versorgt.

Natürlich ist die aktuelle Situation auch für die anderen Fachbereiche, die eine Vakanz zu besetzen haben sowie für Bewerbende ebenfalls ungewohnt: Statt zu einer Absprache persönlich vorbeizukommen, dominiert nun das Telefon die Kommunikation. Für sich bewerbende Personen stellt sich oft die Frage, ob HAMBURG WASSER unter den gegebenen Umständen überhaupt noch nach neuen Mitarbeitenden sucht – die Antwort hier: ein klares Ja! So probiert der Bereich derzeit aus, den Bewerbungsprozess nun völlig digital stattfinden zu lassen. Telefoninterviews waren schon lange Teil des Prozesses, nun werden die Vorstellungsgespräche zusammen mit der jeweiligen Fachabteilung als Videokonferenz geführt – damit wir auch weiterhin regelmäßig neue Kolleginnen und Kollegen bei uns begrüßen können.

Anfangs war es für die Recruiter zwar ungewohnt, die Meetings nun online abzuhalten und strukturiert (mit den manchmal auftretenden Tücken der neuen Technik) zusammen zu einem guten Ergebnis zu kommen, aber Dank etwas Übung und Meetingregeln klappt es mittlerweile wunderbar.

Doch die Arbeit im Homeoffice bringt weitere Herausforderungen mit sich: Gerade für Kolleginnen und Kollegen mit kleinen Kindern ist die Betreuungssituation neben der täglichen Arbeit natürlich noch ein Faktor. Da kann es schon mal sein, dass nach Mama verlangt wird, während gerade eine Videokonferenz läuft. Zudem ist die derzeit unklare Dauer der Maßnahmen für die Recruiter nicht einfach, da sie sich in diesem Zusammenhang die Frage stellen „Wann können wir wieder persönliche Treffen zwischen Interessenten und Fachbereichen organisieren?“ oder „Wie und wann werden Assessment-Center stattfinden können?“ Dies ist momentan nur schwer vorauszusagen.

Zudem müssen die für dieses Jahr geplanten Personalmarketingmaßnahmen ebenfalls auf die aktuellen Gegebenheiten angepasst werden. Beispielsweise ist ein Großteil der Recruitingmessen – wie viele andere Events – bereits abgesagt, sodass das Team derzeit über alternative digitale Formate nachdenkt, um trotz allem interessierten Bewerberinnen und Bewerbern die Chance zu geben, sich über Einstiegsmöglichkeiten und das Arbeiten bei HAMBURG WASSER zu informieren.

Natürlich vermissen auch die Kollegen aus der Personalgewinnung den persönlichen Austausch und alle müssen sich selbst eine Struktur für den Tag schaffen. Dennoch gibt es in diesem Bereich kaum Themen, die aufgrund der neuen Lage gerade nicht bearbeitet oder vorangetrieben werden können. Besonders die vielen Funktionen der Technik, die bisher kaum genutzt und nun sehr geschätzt werden, sind ein großer Vorteil – bisher musste noch niemand zum Drucker, sondern alles läuft digital.


Viktor Leikam

Wassermeister in Rothenburgsort

Ohne Viktor Leikam und seine Kolleginnen und Kollegen säßen etwa 600.000 Hamburgerinnen und Hamburger auf dem Trockenen. Er ist Wassermeister im Hauptpumpwerk Rothenburgsort und damit für die stabile Trinkwasserversorgung in Hamburg-Mitte verantwortlich. Systemrelevante Infrastruktur also, nie war die Aufgabe wichtiger.

Vor den Monitoren im Wasserwerk ist der Wassermeister derzeit allerdings nicht durchgängig anzutreffen: „Wir wechseln uns ab“, erklärt er das derzeitige Vorgehen. „Die Hälfte des Teams arbeitet im Homeoffice, die andere an ihrem Arbeitsplatz.“ Falls sich jemand von uns das Coronavirus einfängt, wäre nicht die ganze Gruppe auf einen Schlag außer Gefecht gesetzt.“

Der 43-Jährige koordiniert die Wartung der Anlagen und ist dafür zuständig, dass bei Störungen schnell alles wieder läuft. Mehr als üblich erledigt er derzeit am Telefon, ansonsten sei es viel „business as usual“. Und doch wird dem Wassermeister in der Ausnahmesituation die Bedeutung seines Jobs ganz besonders bewusst. Denn zusätzliche Verunsicherung durch Ausfälle in der Wasserversorgung, sagt Viktor Leikam, brauche nun wirklich niemand: „Wir hoffen immer, dass nicht ausgerechnet jetzt eine Pumpe ausfällt oder ein Rohr bricht.“

Viktor Leikamm

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