Der Weg des Wassers

Trinkwassergewinnung

Das Trinkwasser für Hamburg und die Umlandgemeinden wird ausschließlich aus Grundwasser gewonnen. Es ist damit ein zu 100 Prozent natürliches Lebensmittel.

Aus Regen wird Grundwasser

Hamburger Trinkwasser wird ausschließlich aus Grundwasser gewonnen. Dieses bildet sich vorwiegend aus Niederschlägen. Auf dem Weg von den Wolken auf die Erde nehmen die Regentropfen feine Schmutzpartikel aus der Luft auf. Trifft das Regenwasser auf den Boden und sickert durch die verschiedenen Erdschichten, fungieren Sande und Kies als natürliche mechanische Filter. Bakterien filtern zusätzlich organische Stoffe wie auch Pflanzenschutzmittel aus dem Wasser. Durch biologische und chemisch-physikalische Prozesse wird CO2 freigesetzt, das beispielsweise zur Lösung von Kalk aus den Gesteinen führt, sodass das Wasser mit Mineralien angereichert wird.

Je tiefer das Wasser sickert, desto kälter wird es. Nach mindestens 50 Tagen Fließzeit hat das Wasser die Grundwasserschicht erreicht. Es ist nun frei von krankheitserregenden Mikroorganismen sowie Schmutz- und Schadstoffen, hat sich mit zahlreichen Mineralien angereichert und sammelt sich oberhalb undurchlässiger Lehmschichten. Von dort aus wird es durch einen der 446 (461 mit Haseldorfer Marsch) Brunnen in Hamburg gefördert.

HAMBURG WASSER fördert Grundwasser zum großen Teil über sogenannte Vertikalfilterbrunnen aus Tiefen zwischen 20 und 429 Metern. Dazu wird eine Bohrung bis in das vorgesehene Grundwasserstockwerk niedergebracht und anschließend ein Brunnenrohr eingebaut. Das Rohr hat am unteren Ende Filterschlitze, durch die das Grundwasser einströmt. Da dieses Sand enthält, befindet sich im Rohr eine auf die jeweilige Bodenbeschaffenheit abgestimmte Kiesschicht, die den Sand aus dem Wasser zurückhält. Unterwasserpumpen befördern das Wasser vom Brunnen zum Wasserwerk.

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Vertikalfilterbrunnen