20.05.2019 Versorger sucht 700 neue Mitarbeiter

HAMBURG WASSER mit Rekordgewinn und Job-Offensive

Auf seiner heutigen Jahres-Pressekonferenz hat HAMBURG WASSER eine außerordentlich gute Bilanz präsentiert. Für das vergangene Geschäftsjahr weist der städtische Versorger mit einem Gewinn von insgesamt 103,1 Millionen Euro das beste Ergebnis seit Gründung des Konzerns im Jahre 2006 aus. Auch die Umsätze erreichten mit 837,8 Millionen Euro ein Allzeithoch. Für die nächsten zehn Jahre kündigt HAMBURG WASSER Investitionen in Personal und technische Anlagen an. Mit einer Job-Offensive sollen bis zu 700 Mitarbeiter gefunden werden. Außerdem setzt HAMBURG WASSER seine Anstrengungen im Brunnenneubau fort. Damit wappnet sich das Unternehmen für steigende Verbräuche, die als Folge des anhaltenden Bevölkerungswachstums erwartet werden. Was die Versorgung mit Trinkwasser angeht, sieht sich HAMBURG WASSER grundsätzlich gut aufgestellt. Sorgen bereitet dem Unternehmen aber eine mögliche Zunahme langanhaltender Trockenphasen, da diese zu einer Konkurrenz zwischen öffentlicher Wasserversorgung und anderen Nutzungsarten führen können.

Demografische Entwicklung und Digitalisierung als Herausforderung

Neben möglichen Folgen des Klimawandels ist HAMBURG WASSER von den Auswirkungen eines weiteren Megatrends betroffen: Dem demografischen Wandel. Das Durchschnittsalter der Beschäftigten von HAMBURG WASSER beträgt aktuell 47 Jahre. Bis 2030 verlassen rund 40 Prozent der aktiven Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter altersbedingt das Unternehmen. Mit einer Job-Offensive möchte HAMBURG WASSER dieser absehbaren personellen Veränderung frühzeitig entgegenwirken: „Wir wollen bis 2030 gut 700 neue Mitarbeiter einstellen und suchen dafür die richtigen Kollegen“, erläutert Nathalie Leroy, Sprecherin der Geschäftsführung von HAMBURG WASSER. „Die Arbeitswelt und damit die Anforderungen an unsere Mitarbeiter werden sich aufgrund der Digitalisierung stark verändern. Wir werden neue Qualifikationen und Profile suchen, aber bei uns zu arbeiten bleibt sinnstiftend, nachhaltig und zukunftsweisend.“

Die mit der digitalen Transformation einhergehende Vernetzung von Mechanik mit allzeit verfügbaren Daten birgt für HAMBURG WASSER die Chance, die eigenen Prozesse noch effizienter zu gestalten, unterstreicht der technische Geschäftsführer, Ingo Hannemann: „Beispiel Kanalinspektion: Wir setzen bereits heute schon ferngesteuerte Kamerasysteme ein. Es ist nicht abwegig, dass diese in einigen Jahren als autonome Roboter unterwegs sind.“

Attraktive Arbeitsbedingungen als Wettbewerbsvorteil


Im Werben um qualifiziertes Personal baut HAMBURG WASSER sein internes und externes Arbeitgebermarketing gezielt aus. Als kommunaler Konzern bietet das Unternehmen nicht nur sichere und sinnstiftende Arbeitsplätze, sondern eine Vielzahl spannender Aufgaben und Entwicklungsmöglichkeiten. Daneben punktet HAMBURG WASSER mit weichen Faktoren, wie beispielsweise flexiblen Arbeitszeitmodellen und weiteren betrieblichen Angeboten, die eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen. Preisgekrönt ist seit kurzem das umfassende betriebliche Gesundheitsmanagement des Unternehmens. Erst vor einer Woche wurde HAMBURG WASSER von der Initiative „Gesunde Unternehmen“ mit dem Bundespreis „Aktivste Unternehmen Deutschlands“ ausgezeichnet. Mit diesem Preis werden jährlich jene Unternehmen prämiert, die bundesweit die besten Gesundheitskonzepte anbieten.

Brunnenbauprogramm für die wachsende Stadt


Die Attraktivität Hamburgs sorgt weit über die Hansestadt hinaus für steigende Bevölkerungszahlen. Zwischen 2011 und 2017 sind rund 124.000 Menschen nach Hamburg gezogen – ein Plus von über sieben Prozent. Die an Hamburg angrenzenden Kreise weisen einen ähnlichen Trend auf und sind im Schnitt um fünf Prozent gewachsen. Mit unmittelbaren Folgen für die Wasserversorgung, wie Ingo Hannemann erläutert: „Nicht nur die Bevölkerungszahlen, sondern auch die Anzahl der Berufspendler wächst stetig. In Summe führt das zu Mehrverbräuchen, die wir für die Zukunft einplanen müssen. Deshalb arbeiten wir daran, unseren Brunnenbestand auszubauen. Wir setzen zurzeit ein Brunnenbauprogramm um, das den Neubau von gut 100 Brunnen innerhalb von fünf Jahren vorsieht.“

Positive Ergebnisse in allen Konzernbereichen


Das Geschäftsjahr für HAMBURG WASSER und seine Tochterunternehmen verlief witterungsbedingt wirtschaftlich äußerst erfolgreich. HAMBURG WASSER hat im vergangenen Jahr 2,2 Millionen Menschen mit 119,8 Millionen Kubikmetern Trinkwasser versorgt und 158,7 Millionen Kubikmeter Abwasser gereinigt. Begünstigt durch das außergewöhnlich trockene Wetter insbesondere zwischen Mai und September 2018 und dem damit verbundenen erhöhten Wasserverbrauch liegen die Ergebnisse aus dem Trinkwasserverkauf mit 43,4 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahresergebnis (28,8 Millionen Euro). Der Gewinn wird an die Freie und Hansestadt Hamburg abgeführt. Auch das Ergebnis der Abwassersparte übertrifft mit 57,3 Millionen Euro den Vorjahreswert (49,1 Millionen Euro). Der Überschuss fließt in die Rücklagen des Unternehmens und dient dem Funktionserhalt von Kanalisationsnetz und Klärwerksverbund. „2018 war ein äußerst erfolgreiches Jahr, in dem wir in allen Konzernteilen die Vorjahresergebnisse steigern konnten.  Gleichzeitig haben wir die langfristig angelegte Umschuldungsstrategie erfolgreich fortgesetzt und die Finanzverbindlichkeiten der für das Abwassergeschäft zuständigen Hamburger Stadtentwässerung AöR um weitere 65,8 Millionen Euro reduziert“, bilanziert Geschäftsführerin Nathalie Leroy.

HAMBURG ENERGIE mit überplanmäßigem Gewinn


So sonnig das Jahr 2018 auch war, so windstill war es im sonst so stürmischen Monat Februar. Für die Produktion von Windenergie bedeutete das ungünstige Bedingungen. Statt kalkulierter 126.028 Millionen Kilowattstunden grünem Strom konnten nur 112.049 Millionen Kilowattstunden Strom aus Windenergie gewonnen werden. Dennoch hat HAMBURG ENERGIE das Jahr wirtschaftlich äußerst positiv abgeschlossen. Mit einem Ergebnis von 1,91 Millionen Euro wurde der Planwert von 1,82 Millionen Euro um gut fünf Prozent übertroffen. Auch die Umsatzerlöse fielen mit 247 Millionen Euro höher als geplant (242 Millionen Euro). Das gute Geschäftsergebnis begründet sich maßgeblich durch weiter gestiegene Kundenzahlen. Zum Bilanzstichtag 31.12.2018 hat Hamburgs städtischer Ökostromanbieter insgesamt 141.000 Kunden verzeichnet. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das eine Zunahme von 6,8 Prozent. Davon sind 116.000 Stromkunden, weitere 25.000 Kunden beziehen Gas über HAMBURG ENERGIE.

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