12.05.2021 3. Platz beim NachhaltigkeitsAWARD des Fachmagazins ZfK

Klärwerk Hamburg für Energiekonzept ausgezeichnet

Die Redaktion der Fachzeitschrift „ZfK – Zeitschrift für Kommunalwirtschaft“ hat HAMBURG WASSER mit dem ZfK-Nachhaltigkeitsaward 2020 ausgezeichnet. Der Preis wurde gestern Abend im Rahmen des Ludwig-Erhard-Gipfels in München verliehen. HAMBURG WASSER belegt in der Kategorie „Wasser/Abwasser“ den dritten Platz. Die Fachjury würdigte insbesondere die Bemühungen von HAMBURG WASSER, Emissionen zu reduzieren und gleichzeitig die Produktion Erneuerbarer Energie auf dem Klärwerk zu steigern. Zum Jahreswechsel 2019/2020 hatte HAMBURG WASSER zwei neue Anlagen in Betrieb genommen, mit denen Faulgas gespeichert und zu Biomethan aufbereitet werden kann. Insgesamt hat HAMBURG WASSER damit in 2020 gut 70 GWhH Biomethan im Hamburger Hafen produziert. Dank weiterer Anlagen zur Strom- und Wärmeproduktion aus Erneuerbaren Energien erzeugt das Klärwerk mehr Energie als es für seine Prozesse selbst benötigt.

Ausgangspunkt der Energieproduktion auf dem Klärwerk ist seit Jahren der Schlamm, der bei der Abwasserreinigung anfällt. Dieser wird in den markanten eiförmigen Faulbehältern vergoren, wobei Methan in Form von Faulgas entsteht. Nach dem Gärungsprozess wird der Schlamm in speziellen Becken zwischengespeichert, bevor er entwässert, getrocknet und anschließend verbrannt wird. Für die Erweiterung der Biomethanproduktion hat HAMBURG WASSER im vergangenen Jahr eines dieser Faulschlammspeicherbecken mit einer großen Folie überspannt. „Mit unserer Klimahaube verhindern wir, dass Faulgas als Emission aus dem Becken ausgast. Stattdessen wird es innerhalb des Beckens erfasst und gespeichert. Gleichzeitig schließt die Folie das Becken gasdicht ab und sorgt auf diese Weise dafür, dass kein Luftsauerstoff in das Becken eindringen kann. Im Ergebnis entsteht ein anaerober Reaktor, der die schon vorhandene Faulgasproduktion auf dem Klärwerk ergänzt“, erläutert Betriebsleiter Arnold Schäfer die Vorzüge der Methanerfassung. Durch den neuen Reaktor erzeugt HAMBURG WASSER zusätzlich ca. 1.800 Kubikmeter Faulgas – pro Tag. Aufgrund des Pilotcharakters wird das Projekt vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUB) im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) innerhalb der Fördermaßnahme „Kommunale Klimaschutz-Modellprojekte“ gefördert.

Um das gewonnene Faulgas möglichst vielfältig nutzen zu können, hat HAMBURG WASSER ebenfalls im vergangenen Jahr eine zweite Aufbereitungsanlage errichtet, in der das Faulgas aufbereitet wird, damit es anschließend in das Hamburger Gasnetz eingespeist werden kann. Dabei kommt das Verfahren der Aminwäsche zum Einsatz, dass durch Herauswaschen des Kohlendioxids aus dem Faulgas Biomethan mit einem Methananteil von über 99,5% erzeugt. Auf dieses Weise wurden im Jahr 2020 70 GWh an CO2-neutralem Biomethan gewonnen und in das öffentliche Gasnetz eingespeist.

Der ZfK-NachhaltigkeitsAward wird seit 2019 verliehen und würdigt die Bemühungen kommunaler Unternehmen, Klimaneutralität zu erreichen. Beim diesjährigen Award wurden insgesamt 13 Preisträger in fünf Kategorien ausgewählt. Der Preis wird dabei von der Redaktion des Fachmagazins vergeben. Zusätzlich werden in den vier Kategorien Energie, Entsorgung, ÖPNV, Wasser/ Abwasser jeweils Leserpreise in Gold, Silber und Bronze verliehen. Platz 1 in der Kategorie „Wasser/Abwasser“ ging an den Energiedienstleister Entega für ein Digitalisierungsprojekt in der Stadt Oberzent.

Das anliegende Bildmaterial ist frei zur redaktionellen Verwendung (Quelle: HAMBURG WASSER).



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Das Klärwerk Hamburg aus der Luft »

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