04.12.2020 Kampfmittelsondierung auf dem Gelände des Wasserwerks Neugraben mit Folgen:

Kreuzung Bauernweide/Scheideholzweg in Neugraben ab Montag drei Tage lang voll gesperrt

Im Zuge von Kampfmittelsondierungen auf dem Gebiet des Wasserwerks Neugraben hat HAMBURG WASSER einen Fremdkörper im Erdreich gefunden, bei dem nicht ausgeschlossen werden kann, dass es sich um eine Weltkriegsbombe handelt. HAMBURG WASSER hat deshalb eine Spezialfirma damit beauftragt, den Gegenstand zu bergen. Obwohl das Wasserwerk im Falle einer tatsächlichen Bombenentschärfung außer Betrieb gehen müsste, wird die Wasserversorgung während der Arbeiten ohne Einschränkungen zur Verfügung stehen. Um das zu gewährleisten, installiert HAMBURG WASSER eine mobile Versorgungsanlage, die im Notfall einspringen kann. Für ihren Aufbau und Betrieb ist allerdings eine Vollsperrung der Kreuzung Bauernweide/Scheideholzweg von Montag bis Mittwoch erforderlich. Die Untersuchung des Fremdkörpers wird am nächsten Dienstag, 8. Dezember erfolgen.

Bereits im September dieses Jahres war bei Bauarbeiten auf dem Wasserwerksgelände ein Blindgänger gefunden worden. Für die Entschärfung mussten damals rund 570 Menschen zwischenzeitlich evakuiert werden. Auch das Wasserwerk musste vom Netz gehen. Aufgrund der Nähe des jetzt aufgespürten verdächtigen Gegenstands zum damaligen Fundort, ergreift HAMBURG WASSER umfassende Sicherheitsvorkehrungen für eine möglicherweise erneut erforderlich werdende Außerbetriebnahme des Werks. „Unter anderem bauen wir eine große Trinkwasserpumpe im Stadtteil auf. Damit stellen wir die Versorgung der höher gelegenen Gebiete Neugrabens sicher, die im Normalfall direkt aus dem Werk Neugraben versorgt werden“, erläutert Christoph Czekalla, Bereichsleiter Werke bei HAMBURG WASSER.

Aus Gründen der Hydraulik im Trinkwassernetz wird die Pumpe im Kreuzungsbereich Bauernweide/Scheideholzweg aufgebaut. Da es unumgänglich ist, mobile Leitungen zwischen der Pumpe und dem Trinkwasserhydranten zu legen, muss die Kreuzung deshalb von Montag, 7:00 Uhr, bis einschließlich Mittwoch voll gesperrt werden. Die Bergung des Fremdkörpers beginnt am darauffolgenden Dienstag in enger Abstimmung mit der Polizei und Feuerwehr. Sollte es tatsächlich ein weiterer Blindgänger sein, übernehmen die Feuerwehr und der Kampfmittelräumdienst die Arbeiten. In einem solchen Fall würde außerdem die mobile Versorgungsanlage ihren Betrieb aufnehmen. Im Umfeld der Pumpe käme es dann zu unvermeidbaren Geräuschentwicklungen. Außerdem könnte das Trinkwasser in einigen Gebieten Trübungen aufweisen. Die Trübungen sind gesundheitlich unbedenklich und entstehen, wenn sich natürliche Eisen- und Kalkablagerungen, die an den Rohrinnenwänden anhaften, lösen. Veränderte Fließrichtung sowie Druckschwankungen innerhalb des Leitungsnetzes können zu diesem Phänomen führen.



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