15.02.2021 Ökologischer Waldumbau

Lohbrügge bekommt neuen Mischwald

Heimische Laubbäume statt Monokultur aus Fichten Ab dem 17. Februar startet HAMBURG WASSER auf dem Betriebsgelände des Wasserwerks Lohbrügge einen ökologischen Waldumbau. Auf der rund einen Hektar großen Fläche östlich der Straße Untere Bergkoppel wurde in der Nachkriegszeit ein künstlicher Fichtenwald als Monokultur angelegt. Noch im Februar wird das Waldstück durch die Forstbetriebsgemeinschaft Stormarn abgetragen. So kann ab März an gleicher Stelle ein strukturreicher Laubmischwald entstehen.  

Wegen des hohen Wuchses und des Befalls von Borkenkäfern ist der rund 50 bis 60 Jahre alte Fichtenbestand bereits arg ausgedünnt. Verbleibende Bäume sind mittlerweile zum Sicherheitsrisiko geworden. Sie werden zwischen dem 17. und 26. Februar mit schwerem Gerät abgetragen. Der neue Mischwald ist nicht nur weniger anfällig gegenüber starken Winden und Borkenkäferbefall, sondern bietet mit zunehmendem Alter einen attraktiven Lebensraum für viele heimische Tier- und Pflanzenarten. Auf der positiven Seite der Ökobilanz steht außerdem die bessere Wasseraufnahmefähigkeit des Laubmischwaldes Da die Blätter im Winter abfallen, kommt mehr Wasser am Boden an. Weil der Laubwald im Gegensatz zum Nadelwald ein größeres Wurzelsystem hat, kann er dieses Wasser zudem besser speichern.  

Beraten wird HAMBURG WASSER beim Thema ökologischer Waldumbau von der Abteilung Forstwirtschaft der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein. Gepflanzt werden zwischen 4000 und 5000 junge Eichen, Kirschen und Bergahorne im Reihenabstand von zwei Metern mit einem Minibagger. In den Folgejahren wird die Kulturfläche regelmäßig gemäht. Dies dient dem Schutz der jungen Bäume etwa vor Brombeersträuchern, die durch die plötzliche Auflichtung wachsen können. Sobald die hochgewachsenen Bäume die Fläche beschatten, wird die Verkrautung der Fläche wieder deutlich zurückgehen. So entwickelt sich auf dem Wasserwerksgelände ein gesunder und stabiler Mischwald.

Das Wasserwerk Lohbrügge versorgt den Stadtteil mit bis zu neun Millionen Litern Trinkwasser pro Tag. Gefördert wird Grundwasser aus fünf Brunnen mit einer Tiefe von bis zu 125 Metern. Bevor das Grundwasser als Trinkwasser aus dem Hahn kommt, durchläuft es die Aufbereitungsanlagen im Wasserwerk.

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