10.10.2017 HAMBURG WASSER schließt Pilotprojekt „Aquiferspeicher“ ab:

Unterirdischer Wärmespeicher erfolgreich getestet

HAMBURG WASSER zieht ein positives Fazit aus dem Test eines innovativen Wärmespeichers. Der sogenannte „Aquiferspeicher“ auf dem Gelände des Klärwerks Hamburg an der Dradenau nutzt tief liegende Grundwasserleiter, um darin Wärme zu speichern. Die Pilotphase startete im August und endet in dieser Woche. Zum Abschluss des Testbetriebs hat HAMBURG WASSER-Geschäftsführer Michael Beckereit heute mit Umweltsenator Jens Kerstan erste Ergebnisse präsentiert. Diese bestätigen das große Potenzial des Aquiferspeichers.

Nach ersten Hochrechnungen könnte eine großtechnische Anlage gleichen Typs am Standort Dradenau jährlich rund 160 Millionen Kilowattstunden Wärme speichern. Das entspricht dem Bedarf von rund 8.000 Haushalten. Die Wärme würde im Sommer eingespeichert und im Winter den Verbrauchern wieder zur Verfügung gestellt werden. Damit könnte der Wärmespeicher ein wichtiger Baustein für den Ersatz des Kraftwerks Wedel werden. Das alte und mit Steinkohle befeuerte Werk soll schnellstmöglich vom Netz gehen und durch verschiedene dezentrale Anlagen mit einem möglichst hohen Anteil Erneuerbarer Energien ersetzt werden. 

Senator Jens Kerstan: "Es ist gut, dass Hamburg bei der Wärmewende vorangeht und innovative Ansätze zur Produktion und Speicherung von Energie erprobt. Der Aquiferspeicher könnte einen wichtigen Beitrag zu Hamburgs Wärmewende leisten. Daneben ist er von hohem Wert für die Forschung." 

HAMBURG WASSER-Geschäftsführer Michael Beckereit betonte die Leistungsfähigkeit des Aquiferspeichers: "Die ersten Ergebnisse zeigen, dass die Technologie im großen Maßstab umgesetzt werden kann. Erfreulich sind insbesondere die geringen Wärmeverluste. Diese liegen im Mittel bei 12 Prozent - geplant hatten wir noch mit 15 - 20 Prozent." 

Die Ergebnisse des Pilotversuchs fließen in die Gesamtbetrachtung der Behörde für Umwelt und Energie zur geplanten Wärmewende ein. Die Variantenprüfung läuft noch bis in den Spätherbst. Dann wird bekannt gegeben, wie Hamburgs Westen künftig mit Wärme versorgt werden soll. 



Anhänge

171010_PM_HAMBURG_WASSER-Unterirdischer_Waermespeicher_erfolgreich_getestet.pdf »

Bild_Michael_Beckereit_und_Jens_Kerstan_vor_dem_Aquiferspeicher.JPG »

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