08.12.2016

Zum Jahreswechsel: HAMBURG WASSER plant neue Preise und Gebühren für Trink- und Abwasser

Erhöhte Pensionsrückstellungen durch anhaltenden Niedrigzins sowie Neuerschließungen infolge städtebaulicher Projekte erfordern Preisanstiege von 2 Prozent beim Trinkwasser und 1 Prozent beim Schmutzwasser.

Hamburg hat im bundesweiten Vergleich der Großstädte günstige Preise und Gebühren für Trinkwasser und Abwasser. Durchschnittlich zahlt ein Hamburger Haushalt jährlich 167 Euro für die Trinkwasserversorgung. Zum Jahresbeginn 2016 plant HAMBURG WASSER, die Wasserpreise und die Gebühren für die Abwasserentsorgung leicht anzuheben. Ausschlaggebend dafür sind Mehrbelastungen, die sich wegen der anhaltenden Niedrigzinsphase ergeben: Aufgrund ausbleibender Zinserträge muss HAMBURG WASSER deutlich höhere Rückstellungen bilden als bislang, um die Leistungen der betrieblichen Altersvorsorge garantieren zu können. Ein weiterer Effekt, der sich auf die Preis- und Gebührenkalkulation auswirkt, ergibt sich durch die Stadtentwicklung. Wegen des Wachstums der Stadt und der Zunahme der Neuerschließungen, steigen die mit dem notwendigen Ausbau der Infrastruktur für die Trinkwasser- und Abwassersysteme verbundenen Aufwendungen. Hinzu kommt die allgemeine Steigerung der Preise für Waren und Dienstleistungen, von der auch HAMBURG WASSER betroffen ist.

Aus den genannten Gründen hebt HAMBURG WASSER den Wasserpreis zum 1. Januar um rund 2 Prozent an. Der Preisanstieg setzt sich zusammen aus einer Anpassung des Verbrauchspreises sowie des Preises für die Zähler: Der verbrauchsabhängige Preis pro Kubikmeter steigt um rund 1,2 Prozent von 1,83 Euro pro Kubikmeter auf 1,85 Euro pro Kubikmeter (inkl. 7 Prozent Mehrwertsteuer). Die Preise für Haus- und Großwasserzähler werden ebenfalls angehoben. So steigt der monatliche Preis für einen standardmäßigen Wohnungswasserzähler von 5,25 Euro auf 5,51 Euro.

Die Schmutzwassergebühren sollen erstmals seit 2011 wieder angehoben werden und um 1 Prozent auf 2,11 Euro je Kubikmeter Schmutzwasser steigen (bislang 2,09 Euro pro Kubikmeter). Die Gebühren für die Regenwasserbeseitigung bleiben stabil bei 0,73 Euro je Quadratmeter versiegelter Fläche.

Zusammengenommen sind die Preis- und Gebührenänderungen für einen Hamburger Durchschnittshaushalt mit einer monatlichen Mehrausgabe von 0,37 Euro moderat.

Preis- und Gebührenanpassungen werden durch den Hamburger Senat beschlossen und in den Ausschüssen der Bürgerschaft beraten. Die Senatsbeschlüsse zur Anpassung des Trinkwasserpreises und der Schmutzwassergebühren sind erfolgt, die Berichte an die Bürgerschaft stehen kurz bevor. Die geplanten Preis- und Gebührenanpassungen zum 1.1.2017 werden daher vorbehaltlich der Zustimmung durch Senat und Bürgerschaft bekannt gegeben.



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