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Wir bauen für Sie!

Damit Trinkwasser und Abwasser in Hamburg laufen, kümmern wir uns fortlaufend um rund 11.000 Kilometer Rohr- und Sielsystem. Hier informieren wir, wo, wann und wie wir für Sie bauen.

Aktuelle Baustellen

Hamburg ist am schönsten, wenn gerade nicht gebuddelt wird. Das finden wir auch. Aber wir möchten Sie auch in Zukunft zuverlässig mit Trinkwasser versorgen und sicherstellen, dass Ihr Abwasser bei uns im Klärwerk im Hafen landet. Dafür müssen Rohre und Siele regelmäßig erneuert oder neu verlegt werden – möglichst störungsfrei für Anwohner:innen und Verkehr.  

Damit Sie bestmöglich vorbereitet sind, informieren wir Sie schriftlich über geplante Baumaßahmen in Ihrer Nachbarschaft. Diese Baustelleninformationen stellen wir auch in dieser Übersicht zusammen. Spülungen des Trinkwassernetzes oder kleinere kurzfristige Baumaßnahmen etwa nach einem Rohrbruch sind hier nicht gelistet.  

Maßnahme Stadtteil Beginn Ende Info-Dokument
Bullerdeich, Bullenhuser Damm, Billwerder Steindamm Rothenburgsort 22.08.22 01.08.23 Zum Dokument
Baumweg, Bramweg Sülldorf 14.03.22 15.03.23 Zum Dokument
Obergeorgswerder Deich Wilhelmsburg 28.11.2022 09.12.2022 Zum Dokument
Bult Bergedorf 17.10.22 28.02.23 Zum Dokument
Cranzer Hauptdeich, Cranzer Elbdeich Cranz 16.05.22 19.12.22 Zum Dokument
Elbchaussee Othmarschen, Nienstedten 03.05.21 31.03.24 Zum Dokument
Elbchaussee Nienstedten 05.12.2022 07.12.2022 Zum Dokument
Erlenring, Ostpreußenweg Großhansdorf 01.08.22 28.02.23 Zum Dokument
Friedensallee Bahrenfeld 18.09.22 31.05.23 Zum Dokument
Grandweg Lokstedt 07.11.22 26.05.23 Zum Dokument
Hammerbrookstraße Hammerbrook 31.01.22 22.12.22 Zum Dokument
Hannoversche Straße Harburg 03.10.22 06.02.23 Zum Dokument
Harzburger Weg, Hildesheimer Straße Niendorf 31.10.2022 28.04.2022 Zum Dokument
Leeschenblick Bramfeld 04.10.22 31.12.22 Zum Dokument
Lesserstraße Wandsbek 03.01.22 31.12.22 Zum Dokument
Mölenwisch, Auf dem Kollauer Hof Niendorf 22.08.22 23.12.22 Zum Dokument
Mümmelmannsberg und Havighorster Redder Billstedt 26.09.22 31.12.22 Zum Dokument
Nettelnburger Straße, Randersweide Nettelnburg 19.09.22 22.03.23 Zum Dokument
Niendorfer Weg Niendorf 07.11.2022 03.02.2023 Zum Dokument
Sülldorfer Kirchenweg, Lehmkuhlenweg, Schlankweggraben, Ohlnhof Sülldorf 04.07.22 31.03.23 Zum Dokument
Wiesendamm Winterhude 15.08.22 15.01.23 Zum Dokument
Wiesenrautenstieg Bahrenfeld 05.12.22 01.02.23 Zum Dokument
Duvenacker, Niendorfer Gehege Eidelstedt 05.12.2022 30.09.2023 Zum Dokument

Für die Zukunft von Trinkwasser und Abwasser

Im Video

Für die richtige Planung bei Baumaßnahmen sorgen unsere rund 240 Kolleg:innen aus dem Ingenieurbereich.

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Unser Ingenieurbereich stellt sich vor

Egal ob Leitungsbau in der City, ein Brunnen im Grünen oder eine neue Anlage auf Deutschlands größtem kommunalen Klärwerk: Gemeinsam mit den Kolleg:innen aus dem Netzbetrieb und unseren Werken sorgen sie mit planerischem Geschick und Weitsicht dafür, dass es in Hamburg läuft – und abläuft.

Bauverfahren im Netzbetrieb

Schlauch- und Rohr-Lining

AUS ALT MACH NEU:

Beim Schlauch-Lining funktioniert das so, dass in einen sanierungsbedürftigen Abwasserkanal ein Schlauch eingezogen wird, der sich von innen an das bestehende Rohr legt. Damit er sich wirklich gut an die Rohrinnenwand anschmiegt, wird er prall mit Wasser oder Luft gefüllt. Die verwendeten Schläuche (die sogenannten Liner) sind mit Harz imprägniert.

Das Material härtet im Rohr aus

Das Besondere: Das Material reagiert mit Wärme oder Licht und härtet so aus. Ist der Liner vollständig ausgehärtet, hat er sich in ein vollwertiges Rohr verwandelt, welches das sanierungsbedürftige Siel wieder für die nächsten Jahrzehnte ertüchtigt hat.

Aus Schlauch wird Rohr: Über ein Förderband wird der Liner in den alten Kanal eingebracht

Das Prinzip "aus alt mach neu" funktioniert aber auch mit einer etwas abgewandelten Technik: dem Rohr-Lining. Dieses Verfahren wird sowohl im Trinkwasser- als auch im Abwassernetz angewendet. Dabei wird der Umstand genutzt, dass aus hydraulischer Sicht teilweise für das neue Rohr kleinere Rohrdurchmesser notwendig sind als beim Altrohr vorhanden.

Weniger Platz, kürzere Bauzeit

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Baumaßname am Anckelmannsplatz, Juli 2020

In solchen Fällen kann eine kleinere Leitung in die bestehende Altleitung eingezogen werden. Die Vorteile auch hierbei: bedeutend weniger Platzbedarf der Baustelle, kürzere Bauzeit und damit insgesamt geringere Behinderungen des Auto- und Gehwegverkehrs.

Die geschlossene Bauweise

Hightech:

Bei der geschlossenen Bauweise beziehungsweise den unterirdischen Bauverfahren werden dank ausgereifter Technik selbst größte Rohre im Untergrund verlegt, ohne dass man an der Oberfläche davon etwas bemerkt. Besonders umweltschonend dabei: Bäume, die mitunter bei offenen Baugruben im Weg stehen und gefällt werden müssen, bleiben erhalten. Die Beeinflussung des Straßenverkehrs wird minimiert. 

Durch die Erde graben

Der Vortrieb funktioniert in der Regel wie folgt: Aus einer Startgrube heraus bohrt sich eine sogenannte Vortriebsmaschine ins Erdreich hinein und baut Boden ab. In Hamburg erfolgen solche Arbeiten in Tiefen von bis zu 40 Metern. Der Boden wird beim Abbau entweder durch Zugabe spezieller Werkstoffe verflüssigt, mittels eines Förderbands oder – ähnlich wie im Bergbau – mithilfe einer Lore über die Startgrube abtransportiert.

So arbeitet sich die Vortriebsmaschine Stück für Stück voran und schafft Platz für die zu verlegenden neuen Rohrelemente. Diese werden durch mächtige Pressen in den entstehenden Tunnel geschoben. Die Fahrt der Vortriebsmaschine endet stets in einer Zielgrube, aus der sie mithilfe eines Krans wieder nach oben befördert wird. 

Spülborverfahren

Zu den geschlossenen Bauverfahren gehört auch das Spülbohrverfahren, welches wir häufig im Trinkwasserleitungsbau bei kleineren Durchmessern anwenden. Dabei wird mit einem steuerbaren Bohrgestänge ein unterirdischer Kanal gebohrt. Beim Rückzug des Gestänges wird umgehend die neue Leitung eingezogen. Baugruben sind dann nur dort erforderlich, wo Schieber und Hydranten eingebaut und Hausanschlüsse angeschlossen werden. 

Die offene Baugrube

Alt, aber bewährt:

Sie ist der Klassiker unter den Bauverfahren – die offene Baugrube. Ihr Prinzip wirkt auf Außenstehende simpel: Aufbuddeln, altes Rohr raus, neues Rohr rein, zubuddeln, fertig. Ganz so leicht geht es in der Praxis allerdings nicht. Denn neben der reinen Baustellenarbeit gibt es in einer Stadt wie Hamburg viele andere Belange zu beachten. Die des Auto- und öffentlichen Nahverkehrs zum Beispiel. Oder den Wunsch der Anlieger:innen, vor Baulärm geschützt zu werden. Und nicht zuletzt gibt es jede Menge andere Leitungstragende, mit denen wir uns abstimmen, bevor wir loslegen. Diese notwendigen Planungs- und Abstimmungsarbeiten laufen im Hintergrund und beginnen häufig einige Monate, bevor der erste Bagger rollt. 

Ein Rohrsegment wird mit einem in die Baugrube eingesetzt.
Die offene Bauweise ist der Klassiker schlechthin unter den Bauverfahren

Offene Baugruben kommen zur Anwendung, wenn die Rohre erneuert werden müssen und der Eingriff in die Oberflächen überschaubar ist oder eine geschlossene Bauweise nicht möglich ist. Außerdem trifft man sie im Grunde immer an, wenn Rohrbrüche behoben werden. 

Häufige Fragen zu unseren Baustellen

Alles abgesperrt, aber kein Mensch auf der Baustelle? Keine Sorge, das hat gute Gründe. Einige Arbeiten sind zum Beispiel von Wetter und Zeit abhängig: Bei Regen kann kein Asphalt gegossen werden, bei Frost keine Grube ausgehoben werden. Aber auch ohne Wettereinbrüche können Pausen entstehen: Wer im Tiefbau arbeitet muss die Grube zunächst entwässern, damit sicher gearbeitet werden kann, manche Materialien müssen erst aushärten, bevor es mit den Sanierungsarbeiten weitergehen kann und Trinkwasserleitungen müssen gespült werden, bis sie keimfrei sind. 

Um eine bestmögliche Planbarkeit zu erreichen, werden große Maßnahmen in Bauabschnitte eingeteilt. Wenn es so richtig am Schnürchen läuft, kann ein Bauabschnitt auch früher fertig sein. In der kurzen Pause zu den nächsten Arbeiten wird in der Regel nicht die komplette Baustellen-Verkehrsführung wieder ab- und aufgebaut. 

Bei unseren Arbeiten in der Kanalisation kommt noch etwas anderes hinzu: Die Siele liegen mehrere Meter in der Tiefe, manche sogar bis zu 25 Meter unter der Straße. Damit unsere Mitarbeitenden sicher in den Kanälen arbeiten können, stehen an den Schachteinstiegen Sicherheitsposten parat. Die machen da keine Pause, sondern stehen per Funk in ständiger Verbindung zu den Mitarbeitenden unter der Erde und überwachen permanent die Sauerstoffkonzentration im Siel. Im Notfall sind sie für die Rettung der Kolleg:innen verantwortlich. 

Beim Trinkwasserleitungsbau wird die Qualität der Arbeiten durch eigenes Fachpersonal überwacht, damit das Trinkwasserhygienisch einwandfrei zu Ihnen gelangt. 

Bei geplanten Maßnahmen mit Eingriffen in den Straßenverkehr informieren wir vorab per Baustelleninformation die betroffenen Straßen. Große Baustellen kündigen wir außerdem der Presse an, damit Sie vorab über Radio, Zeitung und Fernsehen bestens informiert sind. Besuchen Sie uns gern auch auf Facebook oder Instagram – dort schauen wir unseren Kolleg:innen immer wieder bei ihrer Arbeit auf Baustellen direkt über die Schulter. 

Wir geben bei Planung und Durchführung unser Bestes, damit Sie so wenig von uns mitbekommen wie möglich und nutzen dazu, wo es geht, geschlossene  Bauverfahren mit möglichst wenigen Baugruben, wie das Rohr- oder Schlauch-Lining. Bei diesen Verfahren werden neue Leitungen oder Schläuche in die bestehenden Rohre eingeführt. So können wir oft Straßenaufgrabungen vermeiden. In der Regel halten wir die angegebene Bauzeit ein, kommt es zu größeren Verzögerungen, informieren wir Sie mit einer aktualisierten Anliegerinformation über das neue Enddatum. Hintergrund für solche Verzögerungen können aktuelle Wetterlagen, Sofortmaßnahmen in der Nachbarschaft oder plötzliche Komplikationen im Bauablauf sein. Wir arbeiten schließlich nicht nur am laufenden Trink- und Abwassernetz, sondern unter einer pulsierenden Großstadt mit vielen weiteren unterirdischen Leitungen. 

Trübungen können auftreten, wenn das Wasser aufgrund von Bauarbeiten umgeleitet wird oder wir unser Trinkwasserleitungsnetz spülen. Bei den Trübungen handelt es sich um Ablösungen von Kalk- und Eisenablagerungen, die aus den Rohrleitungen stammen. Das Hamburger Trinkwasser wird zu 100 Prozent aus Grundwasser aufbereitet. Mineralien wie z.B. Eisen und Mangan sind natürlicherweise im Grundwasser enthalten. Veränderte Fließrichtung sowie Druckschwankungen innerhalb des Leitungsnetzes können dazu führen, dass sich natürliche Eisen- und Kalkablagerungen, die an den Rohrinnenwänden anhaften, lösen und zu einer bräunlichen Verfärbung des Wassers führen. Eintrübungen oder eine bräunliche Färbung des Wassers sind gesundheitlich unbedenklich, es sollte aber keine Wäsche damit gewaschen werden. Lassen Sie das Trinkwasser länger laufen, um die Leitungen zu spülen. Sollte das Wasser auch nach längerem Spülen nicht wieder klar werden, informieren Sie unseren Entstördienst

Selbst bei einer Sperrung des Durchgangsverkehrs ist die Zufahrt für Rettungskräfte stets gewährleistet. 

Wir kümmern uns um alles und für Sie entstehen keine Kosten. Nach Herstellung der neuen Leitung wird Ihr Trink- oder Abwasserhausanschluss auf die neue Leitung umgebunden. Falls der vorhandene Hausanschluss aus Material besteht, welches nicht mehr eingesetzt wird, erneuern wir Ihren Hausanschluss bis zur Grundstücksgrenze.