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So entsteht Ihr Trinkwasser

Ein zu 100 Prozent natürliches Lebensmittel

Wir machen aus Grundwasser frisches Trinkwasser – und versorgen so täglich mehr als zwei Millionen Menschen in Hamburg und dem Umland.

Der Boden als natürlicher Filter

Wir nutzen, was die Natur uns schenkt: Hamburger Trinkwasser wird ausschließlich aus Grundwasser gewonnen. Dieses bildet sich vor allem aus Niederschlägen. Der Regen fließt durch die verschiedenen Bodenschichten und wird dabei auf natürliche Weise gefiltert: Der erste Schritt auf dem Weg zu unserem reinen Trinkwasser.

Auf der Grafik sind die drei Filterwirkungen des Bodens dargestellt. 1. Mechanische Rückhaltung von Schwebstoffen im Porensystem der Böden durch Sand und Kies. 2. Chemisch-Physikalische Filterung durch Bindung oder Fällung gelöster Stoffe und Neutralisation von Säuren in Ton und durch organische Partikel und: 3. Die Biologische Filterwirkung, bei der Salze, Kohlendioxid, Stickstoff sowie Schwelfel- und Kohlenstoffverbindungen organische Substanzen zerlegen.
Grafik: Susanne Bilz / HW

Sande und Kies, die im Boden lagern, filtern Schmutzpartikel und Schwebestoffe aus dem versickernden Niederschlag. Bakterien befreien das Wasser von organischen Stoffen und Pflanzenschutzmitteln. Gleichzeitig wird es mit Mineralien aus Gesteinen angereichert, die Säuren neutralisieren. Nach mindestens 50 Tagen Fließzeit hat das Wasser die Grundwasserschicht erreicht.  

Grafik: Perspektive Media / HW

Alles im Fluss: Im natürlichen Wasserkreislauf ist die Ressource Wasser stets in Bewegung.

Brunnen fördern das Grundwasser an die Oberfläche

In der Grundwasserschicht angekommen, ist der einstige Regen frei von krankheitserregenden Mikroorganismen sowie Schmutz- und Schadstoffen. Von dort fördern wir das Wasser zum größten Teil über Vertikalfilterbrunnen aus Tiefen zwischen 20 und 429 Metern.

Unterwasserpumpen transportieren das sogenannte Rohwasser dann vom Brunnen zu einem der 16 Wasserwerke in unserem Verbundsystem. Dort wird aus Rohwasser das frische Trinkwasser, das bei Ihnen jeden Tag aus dem Hahn fließt.

Trinkwasser in bester Qualität

Zahlen bitte!

300,000  Kubikmeter

So viel Trinkwasser bereiten wir täglich im Schnitt auf

429  Meter

So tief reichen unsere Brunnen maximal

100  Prozent

Wir nutzen ausschließlich die beste verfügbare Quelle: unser Grundwasser

Natürliche Aufbereitung in 16 Wasserwerken

Je nach Bodenbeschaffenheit reichert sich das Grundwasser mit Eisen und Mangan, Kalk, Kohlensäure, Schwefelwasserstoff und Mineralien an. Im Wasserwerk entfernen wir diese Stoffe aus dem Rohwasser, weil sie sich sonst im Rohrnetz festsetzen und es langfristig verstopfen oder zu Korrosion führen würden.

Belüftungspilz im Wasserwerk Walddörfer (Foto: Krafft Angerer / HW)

Auch bei der Reinigung des Rohwassers helfen uns natürliche Prozesse: Zunächst wird das Rohwasser mit Sauerstoff belüftet. Kohlensäure und Schwefelwasserstoff entweichen, Eisen- und Manganverbindungen reagieren und flocken aus. Die Flocken bleiben im Sandfilter hängen, der regelmäßig gespült wird.

Aus Rohwasser wird so unser frisches Trinkwasser, das in Reinwasserbehältern bei ständiger Bewegung auf seinen Einsatz wartet – nämlich auf den Moment, in dem Sie den Wasserhahn öffnen.

Was steckt in meinem Wasser?

Wasserqualität

Trinkwasser ist eines der am strengsten kontrollierten Lebensmittel Deutschlands. In Hamburg geht die Kontrolle weit über die gesetzlichen Pflichten hinaus und entspricht damit den höchsten Qualitätsansprüchen. Welches Wasserwerk versorgt Sie? Was steckt in Ihrem Wasser? Finden Sie es heraus.