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300 Meter-Renovierung für das Stammsiel im Lehmweg beendet Fertigstellung: Langer Abschnitt des Eppendorf-Stammsiels nach Sanierung wieder im Betrieb

124 Rohrelemente, 28 Wochen Bauzeit, Entwässerung für rund 200.000 Menschen in Hoheluft: Das gemauerte Mischwasser-Siel aus den Vorkriegsjahren 1937 und 1938 hat eine umfangreiche Verjüngungskur erhalten. Jetzt ist die Maßnahme beendet – früher als zunächst geplant. Der betreffende Sanierungsabschnitt liegt im Lehmweg Höhe Hoheluftbrücke bis Klosteralleebrücke. Notwendig war die Maßnahme, weil das Siel Schäden aufgewiesen hatte. Spezielle Inspektionen und Zustandserfassungen, die HAMBURG WASSER zur Erhaltung des Sielsystems regelmäßig durchführt, zeigten das Schadensbild: Fugenauswaschungen, Wurzeleinwüchse sowie defektes Mauerwerk mit Abplatzungen waren erkennbar. Im Hinblick auf die anstehenden Bauarbeiten zur U5-Haltestelle Hoheluft hat HAMBURG WASSER die Sanierung des Kanals auf einer Länge von rund 300 Metern jetzt fertig umgesetzt.

Für das Verfahren zur Renovierung des Eppendorf-Stammsiels haben sich die Experten von HAMBURG WASSER für das sogenannte Rohrlining entschieden: Neue, kleinere Rohrelemente mit einer Länge von jeweils 2,35 Metern wurden in den vorhandenen zwei Meter hohen und 1,55 Meter breiten Kanal eingebaut. Die Elemente wurden Stück für Stück über circa 5 mal 3 Meter große Baugruben in das alte Siel gehievt. Nach der Sanierung hat das Eppendorf-Stammsiel immer noch eine Höhe von 1,81 Meter und eine Breite von 1,36 Meter. Projektleiter Stephan Bollmann vom HAMBURG WASSER sagt: „Das sogenannte Rohrlining ist ein bewährtes Verfahren, das sich zur Sanierung des Eppendorf-Stammsiels sehr gut eignet. Nachdem die Rohrelemente an ihre endgültige Position verfahren wurden, schieben Fachkräfte sie mit speziellen Muffenverbindungen zu einer ganzen Länge zusammen. Der Hohlraum, der nach dem Einsetzen des Rohr-in-Rohr-Systems entstanden ist, muss im Anschluss noch verfüllt werden.“ Bei der Auswahl der Rohrmaterialien kommen nur Rohre mit Korrosionsschutz zum Einsatz. „Dies verhindert frühzeitige Schäden durch Schwefelsäure und Gase, die sich im Siel bilden“, erklärt der Ingenieur Bollmann weiter.

Ein weiterer Vorteil des Rohrlinings ist die geringe Auswirkung auf den Verkehr: Minimalinvasiv braucht es nur kleine Baugruben, um die einzelnen Rohrelemente in das bestehende Sie einzuheben. In diesem Fall haben zwei Baugruben ausgereicht, um den rund 300 Meter langen Abschnitt zu sanieren. Zudem ist das Verfahren etabliert, ökonomisch und umweltfreundlich. Baumwurzeln oder andere Leitungen im Untergrund werden nicht beeinträchtigt während des Bauens. Weitere offene Baugruben müssen nur für Anschlussleitungen errichtet werden oder um zufließende Siele mit den neuen Leitungen zu verbinden. Besonders erfreulich: Trotz des harten Winters musste HAMBURG WASSER mit dieser Baumaßnahme nur kurz pausieren. Mehr noch: Die Bauarbeiten konnten früher abgeschlossen werden als zunächst geplant. 

Während der gesamten Maßnahme war die Abwasserentsorgung sichergestellt. Dafür sorgt bei Maßnahmen wie dieser die Einrichtung einer sogenannten Vorflut: diese funktioniert bei einer Kanalsanierung als eine Redundanz, um das weiterhin anfallende Abwasser weiterhin sicher ableiten und am Ende dem Klärwerk Hamburg zuführen zu können.

Hinweis: Die Pressefotos sind zur freien redaktionellen Verwendung. Bitte geben Sie folgende Quelle an: HAMBURG WASSER / Jörg Böthling.

Bildunterschriften 

Bild 1: HAMBURG WASSER Ingenieur Stephan Bollmann kniet im frisch sanierten Eppendorf Stammsiel

Bild 2: Frisch saniertes Eppendorf Stammsiel: Anfang des 300 Meter langen Teilstücks

Bild 3: Stephan Bollmann von HAMBURG WASSER unter dem Schachteinstieg vor der Vorflut

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Kontakt für Medien

Anna Vietinghoff

Billhorner Deich 2

20539 Hamburg

E-Mail: presse@hamburgwasser.de

Portrait Anna Vietinghoff, Pressesprecherin HAMBURG WASSER
Anna Vietinghoff

Pressesprecherin