Sielsanierung in der St. Pauli Hafenstraße geht weiter – Koordiniert mit Straßenbauarbeiten
Am 10. September startet HAMBURG WASSER in die nächste Bauphase der Sielsanierung in der St. Pauli Hafenstraße auf Höhe der Davidtreppe. Abgestimmt und koordiniert beginnt der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) zwischen St. Pauli Hafenstraße und Fischmarkt bereits am 8. September mit Straßenbauarbeiten. Die Arbeiten des LSBG werden voraussichtlich bis Ende 2026 dauern, die Sielarbeiten sollen nach aktuellen Planungen im Frühjahr 2028 abgeschlossen sein.
Wie in der ersten Bauphase der Sielsanierung Anfang 2026 wird für die Arbeiten erneut die Fahrbahn in Richtung Fischmarkt gesperrt. Der Durchgangsverkehr kann zunächst auf den verbleibenden zwei Spuren in beide Richtungen weiterfließen und wird an der Baustelle vorbeigeführt. Der Fahrrad- und Fußverkehr wird am Baufeld vorbeigeführt/umgeleitet. Die Bushaltestelle „St. Pauli Hafenstraße“ in Richtung Fischmarkt wird aufgehoben. Die Bushaltestelle „St. Pauli Hafenstraße“ in Richtung Landungsbrücken wird versetzt. Ab Ende November wird für den Straßenbau bis zum Jahresende eine Einbahnstraße in Richtung Landungsbrücken eingerichtet. Danach stehen bis Frühjahr 2028 die beiden südlichen Fahrspuren wieder für den Zweirichtungsverkehr zur Verfügung.
Koordinierter Straßenbau des LSBG bis Ende 2026
Parallel zu den Sielarbeiten von HAMBURG WASSER wird der LSBG stadtauswärts eine bestehende Lücke im Elberadweg schließen. Bis Ende 2026 werden auf dem Abschnitt zwischen der Einmündung Große Elbstraße und der Einmündung Helgoländer Allee neue Radfahrstreifen eingerichtet, bestehende Radwege erneuert, die stark sanierungsbedürftige Straße instandgesetzt sowie die Gehwege auf der Nordseite modernisiert und ausgebaut. Die Arbeiten werden bis zum Jahresende abgeschlossen sein.
Konkret werden die Asphaltdeckschicht erneuert, die Verkehrsflächen neu markiert und die Gehwege modernisiert. Das Parken am Fahrbahnrand, das bisher die Nutzung eines Fahrstreifens dauerhaft eingeschränkt hat, wird künftig entlang der Hafenstraße unterbunden. Der LSBG hat im Vorfeld Gespräche mit den anliegenden Gewerbetreibenden geführt und eine tragfähige Lösung für den Parkraum gefunden: Insgesamt werden zehn Parkplätze verlegt, sechs neue geschaffen und zwei Ladezonen eingerichtet. Der Taxistand am Golden Pudel Club bleibt erhalten. Rad- und Fußverkehr werden künftig weitgehend baulich voneinander getrennt geführt. Ab der Davidtreppe wird ein Fahrstreifen für Kfz zu einem Radfahrstreifen umgewidmet, die Gehwege werden saniert und erweitert. Dadurch werden Konflikte zwischen Rad- und Fußverkehr auf der nördlichen, stadtauswärtigen Seite minimiert.
Sanierung der Sielzusammenführung bis Frühjahr 2028
HAMBURG WASSER saniert im Zuge dieser Maßnahme das unterirdische Sielzusammenführungsbauwerk. Hier laufen die Stammsiele zusammen, die einen wesentlichen Teil des Abwassers aus Hamburgs Haushalten nördlich der Elbe mit sich führen – durchschnittlich 1.000 Liter pro Sekunde, im Maximalfall bis zu 7.000 Liter pro Sekunde. Das Abwasser wird hier gesammelt und reguliert zum Klärwerk im Hafen gepumpt. Das Bauwerk ist 1957 errichtet worden und muss saniert werden, da Beton, Mauerwerk und Bewehrung durch die biogene Schwefelsäurekorrosion beschädigt sind. Diese entsteht durch Gase, die sich im Abwasser bilden. Neben der baulichen Sanierung werden auch hydraulische Optimierungen vorgenommen.
An den unterirdischen Röhren wird zunächst der geschädigte Beton im Höchstdruckwasserstrahlverfahren abgetragen, um anschließend eine neue Schicht aus Reparaturmörtel aufzutragen und das Siel zu reprofilieren. Abschließend erhalten die Rohre neuen Korrosionsschutz, um das Bauwerk vor der biogenen Schwefelsäure zu schützen. Um die Abwasserentsorgung während der Bauarbeiten aufrechterhalten zu können, werden die Rohre nacheinander saniert.
Die Erneuerung der Sielzusammenführung findet im Rahmen des Sanierungsprogramms „Alte Riesen“ statt, mit dem HAMBURG WASSER die historischen gemauerten großen Stammsiele der Stadt erneuert. Diese sorgen in zentralen Teilen Hamburgs seit gut 120 Jahren für eine reibungslose Entwässerung und müssen nun punktuell saniert werden, damit sie auch in Zukunft häusliches Abwasser und Niederschlag sicher ableiten können. Das Programm leistet einen wichtigen Beitrag zur Ertüchtigung der Abwassersysteme und zur Anpassung der städtischen Infrastruktur an die Folgen des Klimawandels.
Downloads
Pressemitteilung (PDF)
Kontakt für Medien