Zum Seiteninhalt springen

Selbstverständlich kostbar: So investieren wir in unsere Infrastruktur

Geschäftsführung des städtischen Wasserver- und Abwasserentsorgers schaut auf ein wirtschaftlich stabiles Jahr zurück und auf steigende Investitionen: Neben Offensive in der Netzsanierung wird auch das Klärwerk als Energie- und Rohstoffstandort weiter ausgebaut.

Autor des Inhalts: HAMBURG WASSER. Datum der Veröffentlichung:

Zur Jahrespressekonferenz haben unsere Geschäftsführer Dr. Frank Herzog und Martin Gerhardt heute an einen besonderen Ort der Hamburger Kanalisation geladen: Das Kuhmühlenstammsiel, 1903 erbaut, und einer der größten Kanäle der Stadt.  

Mehr Geld für unterirdische Infrastruktur

Das Kuhmühlenstammsiel gehört zum Rückgrat der Hamburger Abwasserentsorgung und wird als einer unser "Alten Riesen" aktuell saniert. Damit sichern wir nicht nur die Entsorgungssicherheit. Sondern sorgen auch in der Zukunft dafür, dass unsere Kanäle mit wachsender Bevölkerung Schritt halten und für drohende Klimawandelfolgen gerüstet sind.

Ebenso selbstverständlich wie kostbar ist aber nicht nur unser Sielnetz, sondern auch die Versorgung mit Trinkwasser in der Stadt. Das merkt man vor allem, wenn es mal nicht läuft. Große Rohrbüche wie zuletzt an der Kollaustraße oder der B73 lassen sich nie ganz vermeiden, dürfen aber nicht zur Regel werden.  

Daher schalten wir beim Leitungsbau einen Gang hoch: Neben der Sanierung der "Alten Riesen" werden wir auch im Trinkwassernetz in den nächsten zehn Jahren gut 270 Kilometer Leitungen erneuern. 

Hamburg braucht zuverlässige Netze zur Trinkwasserversorgung und Stadtentwässerung.
Martin Gerhardt

Technischer Geschäftsführer

Rückblick: So war das Geschäftsjahr 2025 in Zahlen Zahlen Bitte!

113,8  Millionen

Euro im Jahresergebnis zeigen: Wir blicken auf eine stabile wirtschaftliche Entwicklung zurück

117,6  Millionen

Liter frisches Trinkwasser sind zu rund 2,3 Millionen Menschen geflossen

156,5  Millionen

Liter Abwasser wurden gereinigt, darunter auch Regenwasser aus der Mischkanalisation

Mehr Strom und Gas selbst produzieren

Investitionen fließen aber auch ins Klärwerk, das als Energie- und Rohstoffstandort konsequent weiterentwickelt wird. Ziel ist es, die Energieerzeugung am Standort schrittweise auszubauen und Stoffkreisläufe stärker zu schließen. So soll künftig mehr Biomethan produziert werden, das zu Biogas aufbereitet ins städtische Gasnetz eingespeist werden kann.  

Durch Effizienzmaßnahmen ist der Energieeinsatz in zentralen Prozessen seit 2005 deutlich gesunken, während die Eigenenergieproduktion durch die energetische Verwertung von Klärschlamm kontinuierlich gestiegen ist. Im Jahr 2025 wurden auf der Anlage gut 120 Mio. kWh Strom produziert, aber nur 99 Mio. kWh für die eigenen Prozesse benötigt.

Energie wird aber nicht nur im Klärwerk erzeugt. Auch am Standort des Wasserwerks Curslack will der städtische Wasserver- und Entsorger in eine Photovoltaik- und eine Windenergieanlage investieren. Vergleichbare Maßnahmen werden derzeit auch an anderen Standorten geprüft.  

Diesen Weg, unsere Standorte und Anlagen zur Energiegewinnung zu nutzen, möchten wir konsequent fortführen.
Dr. Frank Herzog

Kaufmännischer Geschäftsführer

Stabile Entwicklung, steigende Investitionen

Zum Jahresabschluss 2025 blicken wir auf eine stabile wirtschaftliche Entwicklung zurück. Der Ertrag aus dem Trinkwasserverkauf liegt mit 36,2 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahreswert (37,5 Mio. Euro). Den Gewinn führen wir vertragsgemäß an die Freie und Hansestadt Hamburg ab. Das Ergebnis der Abwassersparte beläuft sich auf 76,9 Millionen Euro. Der Überschuss fließt in die Rücklagen und dient dem Funktionserhalt von Kanalisation und Klärwerk.  

Zwischen 2025 und 2029 fließen gut 1,15 Milliarden Euro in Netze, Anlagen und neue Technologien

Mit Blick auf kommende Jahre stellen wir uns auf steigende Investitionen ein: Zwischen 2025 und 2029 fließen gut 1,15 Milliarden Euro in Netze, Anlagen und neue Technologien. Besonders spürbar wird der Anstieg im Bereich des Netzausbaus. Verglichen mit den ersten fünf Jahren der 2020er Jahre erhöhen wir die Investitionen für unser Trinkwassernetz in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts um gut ein Drittel. 

Geschäftsbericht 2025

Die Jahresabschlüsse der Gesellschaften.

Möglichst wenig Eingriff in den Verkehr: Im Vortrieb werden in der Wellingsbüttler Landstraße Abwasserkanäle eingezogen (Foto: Jörg Böthling/ HAMBURG WASSER)

Wasser bedeutet für Hamburg weit mehr als bloße Versorgung, es ist die Lebensader unserer Stadt. Es steht für Gesundheitsvorsorge, ist ein entscheidender Standortfaktor und sichert das Funktionieren Hamburgs, heute und in Zukunft. Gerade in Zeiten globaler Unsicherheiten zeigt sich der Wert einer leistungsfähigen und widerstandsfähigen Wasserwirtschaft. HAMBURG WASSER hat seinen Auftrag der Daseinsvorsorge auch im vergangenen Geschäftsjahr zuverlässig erfüllt.

Weitere Artikel zum Thema

Sanierung des Kuhmühlenstammsiel

Damit Abwasser in der Innenstadt auch in Zukunft zuverlässig ablaufen kann, erneuern wir das Kuhmühlenstammsiel zwischen Landungsbrücken und Baumwall. Die Arbeiten starten am 1. Oktober 2025 und laufen voraussichtlich bis April 2027.

Artikel lesen

Wegbereiter des Wandels

Unter unseren Füßen sorgen riesige Kanäle seit etwa 180 Jahren dafür, dass Hamburg nicht absäuft. Aber auch sie müssen mal saniert werden.

Artikel lesen
Unterirdische Kanäle, die 3 Meter hoch ragen laufen hier zusammen

Vorsicht vor Betrug

Aktuell versuchen Betrüger sich als Mitarbeitende von HAMBURG WASSER auszugeben, um Zugang zu Wohnungen zu erhalten.

Artikel lesen