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Sanierung des Kuhmühlenstammsiel

Damit Abwasser in der Innenstadt auch in Zukunft zuverlässig ablaufen kann, erneuern wir das Kuhmühlenstammsiel zwischen Landungsbrücken und Baumwall. Die Arbeiten starten am 1. Oktober 2025 und laufen voraussichtlich bis April 2027.

Das Kuhmühlenstammsiel wurde 1903 erbaut und ist eines der größten Abwasserkanäle der Stadt – 4,30 Meter breit, 3,70 Meter hoch und über 120 Jahre alt. Es transportiert Abwasser und Regenwasser aus Uhlenhorst, Hohenfelde, St. Georg, Hafencity und Neustadt zuverlässig Richtung Klärwerk Hamburg.

Info

In Hamburg sagt man Siel

In Hamburg werden die unterirdischen Abwasserleitungen traditionell als Siele bezeichnet. Das Sielnetz umfasst sämtliche unterirdischen Rohre, Kanäle, Pumpwerke und Sammelbecken, über die das Abwasser zuverlässig zum Klärwerk Hamburg geleitet wird.

Um das Kuhmühlenstammsiel für künftige Generationen zukunftsfest zu machen, wird es jetzt saniert. Dafür nutzen wir das sogenannte Rohrlining-Verfahren: Neue Rohre werden über eine Startgrube in das bestehende Siel eingezogen und dort zu einer neuen Leitung verbunden. Das verkürzt die Bauzeit und schont den Verkehr.

Wegbereiter des Wandels Hintergrund

Hier laufen die "alten Riesen" zusammen: Die Sielzusammenführung unter dem Pumpwerk Hafenstraße (Foto: Krafft Angerer/ HAMBURG WASSER)

Hamburgs Sielsystem ist seit Baubeginn des Ursiels im Jahr 1842 schnell gewachsen; nach und nach wurden immer mehr Straßenzüge, Gebiete und Stadtteile an die moderne, leitungsgebundene Abwasserentsorgung angeschlossen. 

Inzwischen verfügt die Hansestadt über ein unterirdisches System von knapp 6.000km Länge. Von den historischen gemauerten Sielen sind noch gut 250 Kilometer übrig. Sie machen damit zwar nur knapp fünf Prozent des Sielnetzes aus, aber bei mannshohen Durchmessern zwischen 1,5 und 4,7 Metern bilden diese "Alten Riesen" im Prinzip das Rückgrat der Kanalisation, das jetzt saniert wird. 

 

Aktuelles Baugeschehen

Johannisbollwerk

Seit Oktober 2025 läuft die Sanierung. Der erste Bauabschnitt umfasst das Johannisbollwerk und endet im März 2026. Weitere Infos finden Sie hier.

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