Blumenniederlegung und Ausbau des Erinnerungsangebots – HAMBURG WASSER erinnert an die Opfer von NS-Zwangsarbeit auf der Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe
Am heutigen Tag erinnert HAMBURG WASSER mit einer Kranzniederlegung an die Opfer von NS-Zwangsarbeit bei den damaligen Hamburger Wasserwerken und der Hamburger Stadtentwässerung. Die jährliche wiederkehrende Gedenkveranstaltung ist Teil der aktiven Erinnerungskultur von HAMBURG WASSER.
Im Mittelpunkt des heutigen Gedenktages stehen die italienischen Militärinternierten, die nach dem Waffenstillstand Italiens mit den Alliierten am 8. September 1943 von der deutschen Wehrmacht gefangen genommen und zur Zwangsarbeit verpflichtet wurden. Viele von ihnen mussten auch bei den Hamburger Wasserwerken arbeiten. Über 200 dieser Menschen leisteten Zwangsarbeit auf dem Gelände der Wasserkunst Kaltehofe.
Martin Gerhardt, Geschäftsführer von HAMBURG WASSER: „Hinter jeder Zahl steht ein Mensch, hinter jedem Namen ein persönliches Schicksal. Die italienischen Militärinternierten und die KZ-Häftlinge, die für die damaligen Hamburger Wasserwerke Zwangsarbeit leisten mussten, dürfen nicht vergessen werden. Die Aufarbeitung unserer Unternehmensgeschichte bedeutet für uns, Verantwortung zu übernehmen und die Erinnerung wachzuhalten. Deshalb erweitern wir auch unser Führungsangebot auf der Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe um dieses wichtige Kapitel unserer Geschichte. Erinnerung darf nicht stehen bleiben. Sie muss weitergegeben werden. Indem wir Wissen vermitteln und Räume für Auseinandersetzung schaffen, tragen wir dazu bei, dass das Schicksal der Betroffenen nicht in Vergessenheit gerät. Ihr Leid mahnt uns, auch heute für Menschlichkeit, Demokratie und die Würde jedes Menschen einzutreten.“
Das neue Führungsangebot „Die Hamburger Wasserwerke im Nationalsozialismus“ findet einmal im Monat auf der Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe statt. Alle Termine sind im Veranstaltungskalender der Stiftung zu finden: https://wasserkunst-hamburg.de/veranstaltungen/die-hamburger-wasserwerke-im-nationalsozialismus/
Pressesprecherin