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HAMBURG WASSER schließt Abwasserprojekt im Hamburger Westen erfolgreich ab – Transportsiel Altona nach umfassender Schachtsanierung wieder vollständig in Betrieb

Nach rund zwei Jahren Bauzeit hat HAMBURG WASSER die Schachtsanierung des Transportsiels Altona erfolgreich abgeschlossen. Mit der planmäßigen Fertigstellung und Abnahme der Arbeiten wird die zentrale Abwassertransportleitung im Hamburger Westen wieder vollständig im regulären Betrieb genutzt. Insgesamt wurden 17 Schächte entlang der knapp acht Kilometer langen Leitung saniert und damit die Entwässerung für rund 300.000 Hamburgerinnen und Hamburger langfristig gesichert.

Mit der abgeschlossenen Schachtsanierung haben wir ein infrastrukturell bedeutendes Projekt für Hamburg erfolgreich umgesetzt. Das Transportsiel Altona ist eine Lebensader der Abwasserentsorgung im Westen der Stadt. Mit der Maßnahme haben wir die Funktion des Siels für die kommenden Jahrzehnte gesichert und gewährleisten, dass das Abwasser von rund 300.000 Menschen weiterhin zuverlässig und sicher zum Klärwerk Hamburg transportiert werden kann“, sagt HAMBURG WASSER-Geschäftsführer Martin Gerhardt.

Zentrale Abwasserachse im Hamburger Westen fit für die Zukunft

Das Transportsiel Altona ist die wichtigste Abwassertransportleitung im Hamburger Westen. Es sammelt und transportiert die Abwässer aus zahlreichen Stadtteilen, darunter Bahrenfeld, Lurup, Groß Flottbek, Othmarschen, Ottensen, Stellingen, Eidelstedt und Lokstedt. Täglich können über die Leitung bei Trockenwetter bis zu 180.000 Kubikmeter Abwasser zum Klärwerk Hamburg transportiert werden.

Das Siel verläuft auf einer Länge von rund acht Kilometern vom Rondenbarg bis zur Elbe. Im Betriebsschacht Philosophenweg fließt das Abwasser strudelartig durch die Schnecke eines sogenannten Wirbelfallschachts und fällt dort etwa zehn Meter tief, um anschließend über einen Düker unter der Norderelbe hindurch zum Klärwerk Hamburg, dem größten kommunalen Klärwerk Deutschlands, transportiert zu werden.

Im Zuge regelmäßiger Inspektionen waren erhebliche Schäden an den Schachtbauwerken festgestellt worden. Die Transportleitung selbst befand sich weiterhin in gutem Zustand. Um die langfristige Betriebssicherheit zu gewährleisten, wurde die umfassende Sanierung der Schächte erforderlich. Ursache dieser Schäden war vor allem die sogenannte biogene Schwefelsäurekorrosion, die in der Kanalisation aufgrund der aggressiven Abwasserzusammensetzung auftreten kann.

Die Bauarbeiten umfassten die Sanierung von 17 Schächten, aufgeteilt in zwei sogenannte Baulose. Das Projekt Schachtsanierung Transportsiel Altona begann daraufhin im Oktober 2024 und wurde ebenfalls im Oktober 2026 abgeschlossen. Das Investitionsvolumen hierfür betrug rund 7,5 Millionen Euro brutto, deutlich unter der ursprünglichen Kostenberechnung.

Sanierung im laufenden Betrieb und besondere Herausforderungen

Besonders anspruchsvoll war die Durchführung der Arbeiten im laufenden Betrieb. Da das Transportsiel rund um die Uhr große Mengen Abwasser transportiert, konnte die Leitung während der Bauzeit nicht außer Betrieb genommen werden. Die anfallenden Abwassermengen wurden umverteilt: Ein Teil des Abwassers wurde vorübergehend über andere Siele umgeleitet, während gleichzeitig die Restmenge des Abwassers weiterhin durch das Transportsiel fließen musste. Um die Arbeiten durchführen zu können, mussten in den Schächten sogenannte innere Verrohrungen eingebaut werden. Diese temporären Rohrleitungen ermöglichen den Abfluss des Abwassers, während um das Rohr herum die Sanierungsarbeiten auf engstem Raum durchgeführt werden können.

Eine weitere Herausforderung war die gewählte geschlossene Bauweise. Auf offene Baugruben hat HAMBURG WASSER bewusst verzichtet, um den Einfluss auf Straßenraum und Anwohnerinnen und Anwohner möglichst gering zu halten. Sämtliche Materialien, Geräte und Bauteile mussten daher durch die vergleichsweise schmalen Schachtöffnungen in Tiefen von bis zu rund 24 Metern transportiert werden. Auch die Witterung spielte eine entscheidende Rolle. Zahlreiche Arbeiten konnten nur während trockener Wetterphasen stattfinden, da bei starken Regenfällen deutlich größere Abwassermengen durch das System transportiert werden müssen, was die Arbeiten gefährlich und unmöglich macht.

Die notwendigen Umleitungsmaßnahmen führten zeitweise zu Geruchsemissionen entlang der Umleitungsstrecken. Um Anwohnerinnen und Anwohner frühzeitig zu informieren, setzte HAMBURG WASSER die Kommunikationskampagne „Nase zudrücken“ ein. Zehntausende Haushalte in den betroffenen Gebieten wurden per Einwurfschreiben über mögliche vorübergehende Geruchsbelästigungen informiert. Die Kampagne trug dazu bei, Transparenz zu schaffen und Verständnis für die Arbeiten an der kritischen Infrastruktur zu fördern.

Mit der erfolgreichen Fertigstellung der Schachtsanierung ist das Transportsiel Altona nun wieder vollständig im regulären Betrieb und bildet auch künftig das Rückgrat der Abwasserentsorgung für den Hamburger Westen.

Fotos: HAMBURG WASSER/Krafft Angerer

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Mitarbeiter im sanierten Schacht Transportsiel Altona

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HAMBURG WASSER Chef Martin Gerhardt in saniertem Schacht

Kontakt für Medien

Anna Vietinghoff

Billhorner Deich 2

20539 Hamburg

E-Mail: presse@hamburgwasser.de

Portrait Anna Vietinghoff, Pressesprecherin HAMBURG WASSER
Anna Vietinghoff

Pressesprecherin