Amsinckstraße: Busspur wird heute wieder freigegeben – Arbeiten an der Fuhlsbüttler Straße sollen bis Ende der Woche fertiggestellt sein – Baustelle
Nach den Rohrbrüchen in der Amsinckstraße und der Fuhlsbüttler Straße treiben HAMBURG WASSER, die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende sowie die beteiligten Fachfirmen die Arbeiten und die Baustellenkoordinierung mit Hochdruck voran. In der Amsinckstraße wird die Busspur ab heute wieder für den Verkehr freigegeben. Die weiteren Arbeiten werden sich über mehrere Wochen hinziehen. In der Fuhlsbüttler Straße beginnt heute der Straßenbau; nach aktueller Planung sollen die Arbeiten bis Ende des kommenden Wochenendes abgeschlossen und die Straße anschließend wieder freigegeben werden.
Die Verkehrsbehörde bittet Verkehrsteilnehmende weiterhin dringend, den Bereich rund um die Amsinckstraße weiträumig zu umfahren, nach Möglichkeit auf den öffentlichen Nahverkehr auszuweichen oder sofern möglich im Homeoffice zu arbeiten. Trotz der im Folgenden beschriebenen kurzfristigen Entlastungsmaßnahmen ist weiterhin mit erheblichen Verkehrsbehinderungen im Umfeld der Amsinckstraße zu rechnen.
Um die verkehrlichen Auswirkungen so gering wie möglich zu halten, hat die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende eine Task Force zur Baustellenkoordination eingerichtet. Gemeinsam mit HAMBURG WASSER, den beteiligten Vorhabenträgern, der Polizei und weiteren zuständigen Stellen werden laufende und geplante Maßnahmen im Umfeld der Amsinckstraße neu bewertet, angepasst, verschoben oder gebündelt. Ziel ist es, die Erreichbarkeit der Innenstadt und des Hafengebiets während der Arbeiten bestmöglich zu sichern.
Insgesamt wurden sieben Maßnahmen überprüft und kurzfristig angepasst:
- Neue Elbbrücken: Die bestehende Verkehrsführung wird verlängert, damit die Ausfahrt über die Zweibrückenstraße und die Versmannstraße weiterhin möglich bleibt.
- Veddeler Brückenstraße/Veddeler Markt: Der Start der dort geplanten Maßnahme wird verschoben.
- Amsinckstraße zwischen Mittelkanal und Nagelsweg: Die geplante Maßnahme zu Klebeborden wird auf das kommende Frühjahr verschoben.
- Billhorner Brückenstraße: Eine vorgesehene Bauwerksprüfung wird zurückgestellt, bis auf der Amsinckstraße wieder Fahrspuren zur Verfügung stehen.
- Lübeckertordamm: Zeitnah werden zwei Fahrstreifen (statt 1 Fahrstreifen) für Linksabbiegende von der Sechslingspforte bereitgestellt, um über den Steindamm ins Zentrum zu kommen.
- Hammerbrookstraße: Die dortige Baustelle soll in den kommenden zwei Wochen kurzfristig asphaltiert und anschließend zügig zurückgebaut werden. Die Arbeiten, die ursprünglich für einen späteren Zeitraum vorgesehen waren, sollen vorgezogen und beschleunigt werden.
- Zudem wurde die Ampel an der Versmannstraße/ Baakenwerder Straße auf eine längere Grünzeit geschaltet und die Ampel an der Hammerbrookstraße/Kurt-Schumacher-Allee wurde so umgestellt, dass der Verkehr dort besser abfließen kann.
Die Hamburger Energienetze nutzen die bestehende Sperrung der Amsinckstraße, um kurzfristig geplante Leitungsbauarbeiten in der Spaldingstraße vorzuziehen. Im Übergang zur Amsinckstraße auf Höhe der Hausnummer 41 werden so notwendige Arbeiten bereits während der aktuellen Verkehrseinschränkungen umgesetzt. Durch die kurzfristige Abstimmung und den zusätzlichen Einsatz lassen sich spätere Eingriffe in den Straßenverkehr vermeiden.
Darüber hinaus sollen einzelne Maßnahmen im sogenannten „Windschatten“ der Sperrung an der Amsinckstraße vorgezogen werden. Dazu gehören eine Querung der Spaldingstraße durch HAMBURG WASSER, die ursprünglich erst für 2028 vorgesehen war, sowie eine Deckschichtsanierung in der Spaldingstraße durch den Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer, die aus dem Jahr 2027 vorgezogen werden soll. Beide Maßnahmen könnten kurzfristig starten.
Nach Abschluss der Untersuchungen des Fahrbahnuntergrunds und der Variantenprüfung für den Leitungsbau soll nun auch die ohnehin für 2027 geplante Erneuerung des betroffenen Leitungsabschnitts in der Amsinckstraße vorgezogen werden. Statt lediglich den Schaden zu reparieren, wird die bestehende Trinkwasserinfrastruktur auf einer größeren Strecke nachhaltig instand gesetzt. Ziel ist es, die Versorgungssicherheit dauerhaft zu stärken und weitere Schäden an benachbarten Leitungen derselben Baualters- und Materialgeneration zu vermeiden.
Für die einzelnen Bauabschnitte werden jeweils passgenaue Verkehrskonzepte erarbeitet. Insbesondere bei der Erneuerung einer quer zur Fahrbahn verlaufenden Leitung werden zeitlich begrenzte zusätzliche Verkehrseinschränkungen erforderlich sein. HAMBURG WASSER wird diese Arbeiten nach Möglichkeit an Wochenenden ausführen, um die Auswirkungen auf den Verkehr so gering wie möglich zu halten.
HAMBURG WASSER und die beteiligten Fachfirmen setzen bereits alle verfügbaren personellen und technischen Ressourcen ein, um die Arbeiten so schnell wie möglich voranzubringen. Mehrere Kolonnen verschiedener Unternehmen arbeiten parallel auf der Baustelle. Wo es der Bauablauf zulässt, wird im Mehrschichtbetrieb gearbeitet. Die Arbeiten werden laufend so organisiert, dass verfügbare Kapazitäten bestmöglich genutzt werden, ohne die Sicherheit, Qualität und die Abläufe auf der Baustelle zu beeinträchtigen.
Über die konkrete Verkehrsführung sowie die einzelnen Bauphasen informieren HAMBURG WASSER und die Verkehrsbehörde regelmäßig und rechtzeitig vor Beginn der jeweiligen Arbeiten.
Fuhlsbüttler Straße: Straßenbau beginnt heute
Auch in der Fuhlsbüttler Straße kommen die Arbeiten planmäßig voran. HAMBURG WASSER und die beteiligten Unternehmen konnten die Vorbereitungen für die Wiederherstellung der Fahrbahn am Wochenende abschließen. Der Straßenbau beginnt wie vorgesehen heute. Nach aktueller Planung sollen die Arbeiten bis Ende des kommenden Wochenendes abgeschlossen und die Straße anschließend wieder für den Verkehr freigegeben werden.
HAMBURG WASSER und die Verkehrsbehörde werden weiterhin laufend über den Fortgang der Arbeiten, die konkrete Verkehrsführung und mögliche weitere Freigaben informieren.
Anjes Tjarks, Verkehrssenator: „Die Rohrbrüche in der Amsinckstraße und der Fuhlsbüttler Straße stellen erhebliche Eingriffe in den Verkehr dar und bedeuten für viele Hamburgerinnen und Hamburger spürbare Belastungen. Deshalb arbeiten HAMBURG WASSER, die Verkehrsbehörde und alle beteiligten Stellen mit Hochdruck daran, die Schäden schnell, nachhaltig und koordiniert zu beheben. In der Amsinckstraße können wir heute die Busspur wieder freigeben; zugleich ziehen wir die ohnehin geplante Erneuerung der Trinkwasserleitung vor, um die Versorgungssicherheit dauerhaft zu stärken und weitere Schäden möglichst zu vermeiden. Mit unserer Task Force koordinieren wir Baustellen, Umfahrungsstrecken und Ampelschaltungen so, dass die Innenstadt und das Hafengebiet während der Arbeiten bestmöglich erreichbar bleiben. Wir wollen die Einschränkungen für Verkehrsteilnehmende so gering wie möglich halten. Da die Lage weiterhin dynamisch ist, informieren wir fortlaufend und transparent über aktuelle Entwicklungen. Ich danke allen Verkehrsteilnehmenden für ihr Verständnis sowie allen Beteiligten für ihr schnelles und koordiniertes Handeln.“
Martin Gerhardt, Geschäftsführer von HAMBURG WASSER, sagt: „Nach den Untersuchungen vor Ort war für uns klar, dass eine Reparatur der Schadstelle allein nicht die richtige Lösung wäre. Die betroffenen Leitungen stammen aus dem Jahr 1961 und gehören derselben Materialgeneration an. Deshalb ziehen wir eine ohnehin geplante Erneuerung jetzt vor und sanieren den Abschnitt grundlegend. Das ist aufwendiger als eine reine Reparatur, stärkt aber die Versorgungssicherheit nachhaltig.“
Rückfragen der Medien
Behörde für Verkehr und Mobilitätswende
Pressestelle
Telefon: 040 42841 3211
E-Mail: pressestelle@bvm.hamburg.de
Internet: www.hamburg.de/bvm
Twitter, Instagram: @bvm_hh
Pressesprecher