Meilenstein bei unser VERA-II-Baustelle: Das letzte tonnenschwere Anlagenteil ist jetzt in die neue Linie unserer Klärschlammverbrennung eingeflogen. Die sogenannte Förderbandbrücke verbindet die Brennstoffannahme mit dem Kesselhaus. Sie funktioniert wie eine Rolltreppe für den getrockneten Schlamm, der in der Verbrennungsanlage zu Energie umgesetzt wird.
Klärschlamm fällt bei der Reinigung von Abwasser an. In ihm stecken Schad- und Reststoffe, die fachgerecht entsorgt werden müssen. Bei diesem Prozess entsteht nicht nur Abwärme, sondern Rohstoffe wie Gips oder Asche, aus der wir in Zukunft Phosphor gewinnen wollen.
Per Funk ständig verbunden
Der Einbau des schweren Anlagenteils war anspruchsvoll und bis ins Detail geplant. Das knapp 50 Tonnen schwere Bauteil musste “blind”, eingehoben werden, direkte Sicht auf die Endposition gab es nicht. Zwei Kranführer arbeiteten dafür synchron und steuerten das Element per Funk im ständigen Austausch.
Die Bedingungen für den Einhub waren eng gesteckt: maximal 6m/s Windgeschwindigkeit durften herrschen, nur ein schmaler Streifen stand als Platz zur Verfügung. Das Ergebnis steht: Die Förderbandbrücke ist geschlossen. Damit sind alle Großkomponenten in der VERA II montiert.
Ausbau zur größten Anlage in Deutschland – Hintergrund
Seit mehr als 25 Jahren trägt unsere Verwertungsanlage für Rückstände aus der Abwasserbehandlung im 24-Stunden-Dauerbetrieb dazu bei, dass die Kläranlage energieautark betrieben werden kann. Jetzt wird sie erweitert und saniert.