Zu viel Waschmittel schadet der Umwelt und der Waschmaschine. Die richtige Menge hängt von der Wasserhärte und dem Verschmutzungsgrad deiner Wäsche ab.
In Hamburg ist das Wasser meist weich bis mittelhart – also reicht oft weniger als gedacht.
Wie hart ist das Wasser? Hier finden Sie die Wasserhärte für Ihren Stadtteil
Richtig dosieren:
- Verpackungshinweise beachten
- Bei weichem Wasser Mindestmenge verwenden
- Maschine voll beladen, Handbreit Platz in der Trommel
- Flecken vorbehandeln statt mehr Waschmittel nehmen
Warum das für unser Klärwerk wichtig ist?
Unser Klärwerk Hamburg ist eine der modernsten Abwasserbehandlungsanlagen Deutschlands. Die Reinigungsstufen senken die im Abwasser enthaltenen organischen und anorganischen Schadstoffe deutlich.
Trotz der guten Reinigungsleistung gibt es Stoffe, die Klärwerke nicht vollständig abbauen können. Sie verbleiben im Wasser und finden über den Kläranlagenablauf den Weg ins Gewässer. Diese Stoffe können sich in der Umwelt anreichern und die aquatische Lebenswelt belasten.
Ein Beispiel sind Phosphonate, die Farbstoffe binden sollen. “Diese Phosphonate werden nicht vollständig auf Kläranlagen eliminiert und gehen als Phosphonat ins Gewässer”, sagt unser Klärwerksleiter Harald Hanßen im Podcast 33 Badewannen, siehe unten: “Phosphor ist ein Nährsubstrat und führt zu Algenwachstum im Gewässer."
Ein anderes Beispiel, das Hanßen und seine Kollegen im Klärwerksbetrieb vor Herausforderungen stellt sind Sulfate, die als Füllstoff in den Festwaschmitteln eingesetzt werden, damit sie rieselfähig bleiben. Für das Ergebniss der Wäsche sind die Sulfate unerheblich. Sie werden im Abwasser allerdings zu Sulfit und verbinden sich zu Schwefelwasserstoff. Hanßen: “Das ist ein Giftgas, das stark riecht und wenn es zu hohe Konzentration hat, auch wirklich toxisch wird. Und das auf der Kläranlage zu hohen Korrosion führt.”