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Rohrbruch Amsinckstraße: So geht es jetzt weiter

Busspur wieder freigegeben, Abschnitt wird grundlegend erneuert

Nach Rohrbrüchen in der Amsinckstraße und der Fuhlsbüttler Straße arbeiten wir mit großem Einsatz an der Schadensbeseitigung. Die Trinkwasserversorgung konnte innerhalb kurzer Zeit wieder hergestellt werden. Jetzt wird der Abschnitt an der Amsinckstraße umfassend saniert, die Fuhlsbüttler Straße wird bald wieder freigegeben. Der Überblick.

Was ist in der Amsinckstraße passiert?

Zunächst musste das gebrochene Rohr freigelegt werden (Foto: HW)

Am Mittwoch, 30. September 2026, kam es am Nachmittag in der Amsinckstraße auf Höhe der Hausnummer 3 zu einem Rohrbruch. Große Mengen Wasser traten aus und unterspülten die Fahrbahn. Die Folgen sind erhebliche Schäden an Straße und Infrastruktur. Noch in der Nacht begannen die Aufräumarbeiten und die Vorbereitungen für die Reparatur. 

Für HAMBURG WASSER hatte zunächst die sichere Trinkwasserversorgung Priorität.  Die defekten Leitungen wurden außer Betrieb genommen, sodass sich der Druck im Trinkwassernetz schrittweise wieder stabilisieren konnte. Die Trinkwasserversorgung konnte innerhalb kurzer Zeit wieder hergestellt werden. 

Dann ging es unter die Straße: Fachfirmen haben dafür die Fahrbahn geöffnet und legten die betroffene Trinkwasserleitung frei. So konnten unsere Fachleute die Situation vor Ort untersuchen. Jetzt wird der Abschnitt grunderneuert, damit die Infrastruktur an dieser Stelle langfristig leistungsfähig bleibt. 

Paralleler Rohrbruch in der Fuhlsbüttler Straße 

Am selben Tag kam es auch in der Fuhlsbüttler Straße zu einem Rohrbruch. Ursache war dort ein rund acht Meter langer Längsriss in einer Trinkwasserleitung mit 30 Zentimetern Durchmesser. Der betroffene Abschnitt wurde ausgetauscht. Es besteht kein Zusammenhang mit dem Rohrbruch in der Amsinckstraße.

Wie geht es an der Schadensstelle weiter?

Nach aktueller Planung sollen die derzeit laufenden Sanierungsarbeiten in der Amsinckstraße bis Mitte Dezember abgeschlossen werden, wenn früher Frost oder Starkregen die Arbeiten nicht behindern. Wenn der Schaden repariert ist, wird im Anschluss auch bestehende Trinkwasserinfrastruktur auf einer größeren Strecke instandgesetzt. Dafür wird eine ursprünglich für 2027 geplante Erneuerung vorgezogen.  

„Nach den Untersuchungen vor Ort war für uns klar, dass eine Reparatur der Schadstelle allein nicht die richtige Lösung wäre“, sagt Martin Gerhardt, Geschäftsführer von HAMBURG WASSER: „Die betroffenen Leitungen stammen aus dem Jahr 1961 und gehören derselben Materialgeneration an.“ 

Damit stärken wir die Versorgungssicherheit langfristig und reduzieren zugleich das Risiko weiterer Schäden an benachbarten Leitungen des gleichen Materials und Baualters.

Wir ziehen eine ohnehin geplante Erneuerung jetzt vor und sanieren den Abschnitt grundlegend. Das ist aufwendiger als eine reine Reparatur, stärkt aber die Versorgungssicherheit nachhaltig.
Martin Gerhardt

Technischer Geschäftsführer

Aktuelle Verkehrslage

Die Amsinckstraße gehört zu den wichtigen Verkehrsachsen Hamburgs. Umso wichtiger ist es, die Schäden schnell, gleichzeitig aber auch dauerhaft und sicher zu beseitigen. 

  • Um den öffentlichen Nahverkehr wieder zu ermöglichen, konnte die Busspur am Montag, 5. Oktober, wieder für den Verkehr freigegeben werden. 
  • Die Verkehrsbehörde bittet Verkehrsteilnehmende weiterhin dringend, den Bereich rund um die Amsinckstraße weiträumig zu umfahren, nach Möglichkeit auf den öffentlichen Nahverkehr auszuweichen oder sofern möglich im Homeoffice zu arbeiten.

Die nächsten Bauabschnitte und die dafür notwendige Verkehrsführung werden derzeit geplant und mit den zuständigen Stellen abgestimmt. Wo es möglich ist, arbeiten die Teams auch am Wochenende und im Mehrschichtbetrieb. Ziel ist es, die Einschränkungen für den Verkehr so gering wie möglich zu halten. 

Über den weiteren Baufortschritt informieren wir fortlaufend an dieser Stelle.

Auch in der Fuhlsbüttler Straße kommen die Arbeiten planmäßig voran. Die Vorbereitungen für die Wiederherstellung der Fahrbahn konnten am Wochenende abgeschlossen werden. 

  • Am heutigen Montag beginnen wie geplant die Straßenbauarbeiten.
  • Nach aktueller Planung sollen die Arbeiten bis Ende des kommenden Wochenendes abgeschlossen sein. Anschließend kann die Straße wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Task Force koordiniert Baustelle und Umleitungen – HINTERGRUND

Ein Rohrbruch ist mit dem Abdichten einer defekten Stelle nicht automatisch erledigt. Durch einen derartig massiven Wasseraustritt kommt es häufig zu großflächigen Unterspülungen der Fahrbahn, was zu erheblichen Straßenschäden und Straßenversackungen führen kann.

In der Amsinckstraße sind neben HAMBURG WASSER zwei spezialisierte Fachfirmen mit insgesamt drei Kolonnen und schwerem Gerät im Einsatz. Zunächst wurde die Straße geöffnet, anschließend die defekte Leitung freigelegt. Parallel haben die Fachleute das Schadensbild aufgenommen und auf dieser Grundlage die aktuelle Erneuerung beschlossen.

Um die verkehrlichen Auswirkungen während der Bauzeit so gering wie möglich zu halten, hat die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) unmittelbar eine Task Force zur Baustellenkoordination eingerichtet. Gemeinsam mit uns, den beteiligten Vorhabenträgern, der Polizei und weiteren zuständigen Stellen werden laufende und geplante Maßnahmen im Umfeld der Amsinckstraße neu bewertet, angepasst, verschoben oder gebündelt.

Gut informiert im Störungsfall

Ein blauer Sprinter mit dem HW-Logo und dem Titel "Entstördienst" fährt auf einer Straße
Im Einsatz: Unsere Fachleute bei einem Rohrbruch in der Hamburger Innenstadt (Foto: Janne Rumpelt / HW)

Von aktuellen Meldungen über praktische Tipps bis zum Blick auf die Arbeit unserer Kolonnen: Hier finden Sie alles Wichtige rund um Störungen der Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung. In Notfällen erreichen Sie unseren Entstördienst rund um die Uhr unter 040 7888 33 333.

Häufige Fragen zum Rohrbruch in der Amsinckstraße

Am Mittwochnachmittag, 30. September, ist eine Trinkwasserleitung in der Amsinckstraße auf Höhe der Hausnummer 3 gebrochen. Durch den starken Wasseraustritt wurde die Fahrbahn großflächig unterspült. Straße und Infrastruktur wurden dabei erheblich beschädigt. 

Rohrbrüche lassen sich bei einem großen Leitungsnetz grundsätzlich nicht vollständig ausschließen. Ursachen sind unter anderem Belastungen des Bodens wie etwa durch Schwerlastverkehr, andere Baumaßnahme oder aber Alter und Material der Leitungen. Was genau die Rohrbrüche verursacht hat, lässt sich nicht sagen.

Entscheidend ist, Schäden schnell zu erkennen, die Versorgung zu stabilisieren und anschließend die Ursache sorgfältig zu untersuchen. HAMBURG WASSER betreibt ein Trinkwassernetz von mehr als 5.500 Kilometern Länge; im Durchschnitt treten darin rund 400 Rohrbrüche pro Jahr auf. 

Im Vergleich mit dem Bundesdurchschnitt sind die die Wasserverluste durch Rohrbrüche damit in Hamburg gering: Der gemittelte Wert für Rohrnutzverluste liegt in Hamburg aktuell bei vier Prozent der gesamten Trinkwassermenge und damit unter dem aktuellen Bundesdurchschnitt. 

Es liegen keine Hinweise zu einem Anschlag oder einer Sabotage vor. 

Es gibt keinen Zusammenhang zwischen den beiden Ereignissen. Rohrbrüche gehören in einem mehr als 5.500 Kilometer langen Trinkwassernetz grundsätzlich zum Betriebsalltag. Außergewöhnlich ist vor allem, dass innerhalb kurzer Zeit zwei wichtige Verkehrsachsen betroffen waren. 

Nach dem Rohrbruch wurden die defekten Leitungen außer Betrieb genommen. Dadurch konnte sich der Druck im Trinkwassernetz wieder stabilisieren und die Trinkwasserversorgung innerhalb kurzer Zeit wiederhergestellt werden. 

Der Wasseraustritt hat die Fahrbahn großflächig unterspült und erhebliche Schäden verursacht. Bevor Verkehr wieder sicher über die betroffenen Bereiche geführt werden kann, muss die Leitung repariert beziehungsweise erneuert und anschließend Untergrund und Fahrbahn wiederhergestellt werden. 

Nach aktueller Planung sollen die derzeit laufenden Sanierungsarbeiten in der Amsinckstraße bis Mitte Dezember abgeschlossen werden, wenn früher Frost oder Starkregen die Arbeiten nicht behindern. Die vorgezogene Erneuerung des ursprünglich für 2027 vorgesehenen Leitungsabschnitts erfolgt darüber hinaus. Wir informieren dazu an dieser Stelle.

Tritt Wasser auf der Straße oder am Hausanschluss vor dem Wasserzähler aus, sollte umgehend der Entstördienst von HAMBURG WASSER informiert werden. Die mögliche Rohrbruchstelle sollte nicht betreten oder befahren werden, weil unterspülter Boden absacken kann. Liegt der Rohrbruch nicht im öffentlichen Grund, sondern auf einem privaten Grundstück oder in einem Gebäude, ist der Hauptwasserhahn zu schließen und einen Wasserinstallateur-Betrieb zu verständigen. 

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